Goldpreis bleibt unter Druck trotz Waffenruhe zwischen USA und Iran
| |Übersetzung überprüftZum Original- Gold setzt dreitägige Verlustserie unter 4.200 USD fort, peilt dritten Wochenverlust in Folge an.
- Der US-Dollar notiert auf Jahreshöchstständen angesichts hawkischer Fed-Prognosen und erneuter Spannungen mit Iran.
- Technisch bleibt Gold anfällig, ein erneuter Test der 4.000 USD-Marke ist wahrscheinlich.
Gold notiert in der asiatischen Sitzung am Freitag nahe den Wochentiefs bei rund 4.175 USD, da Verkäufer nicht nachgeben und einen dritten Wochenverlust in Folge anstreben.
Gold tendiert nach unten angesichts eines bullischen US-Dollars
Gold ignoriert den Optimismus rund um ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran, da nach einem CNN-Bericht erneute Spannungen ausbrechen, nachdem der US-Vizepräsident JD Vance seine geplante Reise in die Schweiz für Gespräche mit dem Iran abgesagt hat.
Dies, kombiniert mit hawkischen Erwartungen hinsichtlich des Zinssatz-Ausblicks der US-Notenbank (Fed), unterstützt weiterhin den US-Dollar (USD) und hilft dem Dollar, gegenüber seinen sechs wichtigsten Währungsrivalen auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr zu bleiben.
Die Fed beließ am Mittwoch die Leitzinsen wie erwartet zwischen 3,5 % und 3,75 %. Das aktualisierte Summary of Economic Projections (SEP), das sogenannte Dot-Plot-Diagramm, zeigte jedoch eine deutliche hawkische Verschiebung, wobei neun Fed-Vertreter mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr prognostizieren.
Die Zentralbank strich zudem Formulierungen aus ihrer geldpolitischen Erklärung, die auf eine bevorstehende Zinssenkung hindeuteten.
Mit Blick auf die Zukunft befindet sich Gold in einer Verlustsituation, da steigende Wetten auf Fed-Zinserhöhungen den USD stützen könnten, was die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls in Fremdwährungen erhöht.
Darüber hinaus spricht die technische Lage von Gold auf der Tages-Chart für Verkäufer, sodass jede Erholung des Metalls als gute Verkaufsgelegenheit gilt.
Ende der Woche könnten jedoch Kapitalflüsse und Short-Covering Gold-Optimisten vorübergehend Entlastung verschaffen, während eine wichtige Handelswoche zu Ende geht.
Goldpreis technische Analyse: Tages-Chart
Auf der Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.178,77 USD und baut eine kurzfristige bärische Tendenz aus, da der Spotkurs deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten liegt. Der 21-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 4.365,31 USD, der 50-Tage SMA bei 4.540,91 USD und der 100-Tage SMA nahe 4.721,48 USD liegen alle darüber und verstärken den gedeckelten Ton zusammen mit dem 200-Tage SMA bei 4.466,67 USD, der nun mit der breiteren bärischen Struktur übereinstimmt. Der Relative Strength Index (14) bei rund 37 befindet sich im negativen Bereich, aber nicht in überverkauften Extremen, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum anhält, jedoch ohne frische Kapitulation.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am 21-Tage SMA bei rund 4.365 USD, gefolgt vom 200-Tage SMA nahe 4.467 USD und dann dem 50-Tage SMA bei etwa 4.541 USD, wobei der 100-Tage SMA bei 4.721 USD als weiter entfernter Widerstand fungiert. Solange Gold unter diesem gestaffelten Band der täglichen gleitenden Durchschnittswiderstände bleibt, werden Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich verkauft und die Abwärtsneigung wird vorherrschen, wobei Händler auf einen möglichen Momentumverlust als Signal für eine potenzielle Bodenbildung und nicht für eine bestätigte Trendumkehr achten.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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