Der Citrini-Bericht: Wie eine umstrittene KI-Erzählung die Wall Street erschüttern kann
| |Automatische ÜbersetzungZum OriginalDiese AI-bezogene Überschrift allein war ausreichend, um Investoren zu verunsichern.
Die US-Aktien fielen am Montag stark, nachdem ein weit verbreitetes Memo von Citrini Research ein hypothetisches "2028 Global Intelligence Crisis" umriss, das warnte, dass die rasche Einführung von KI die US-Arbeitslosigkeit bis Mitte 2028 in die zweistelligen Bereiche treiben könnte.
Das Memo, das bereits in Handelsräumen und sozialen Medien viral gegangen war, wurde plötzlich als Katalysator für einen Ausverkauf am Nachmittag in London zitiert. Die Idee, dass künstliche Intelligenz innerhalb weniger Jahre einen schweren Schock auf dem Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten auslösen könnte, traf einen Nerv.
Aber ging es wirklich um KI?
KI, Arbeitslosigkeit und Marktpsychologie
Die Citrini-Notiz beschreibt ein Szenario, in dem Automatisierung schneller voranschreitet als die Schaffung von Arbeitsplätzen, was schließlich die US-Arbeitslosenquote stark ansteigen lässt. Es handelt sich um ein zukunftsorientiertes, hypothetisches Rahmenwerk und nicht um eine Prognose, die auf aktuellen Arbeitsmarktdaten basiert.
Derzeit gibt es keine harten Beweise dafür, dass die US-Arbeitslosigkeit kurz davor steht, zu steigen: Das Wirtschaftswachstum bleibt robust, während die Schaffung von Arbeitsplätzen gesund erscheint und die Geldpolitik restriktiv, aber stabil ist.
Und dennoch reagierten die Aktienmärkte, und das sagt uns etwas Wichtiges über die Positionierung.
Im vergangenen Jahr war KI nicht nur ein Thema im US-Aktienmarkt, sondern der Motor. Eine kleine Gruppe von Mega-Cap-Tech-Namen, die eng mit dem Boom der künstlichen Intelligenz verbunden sind, hat einen Großteil der schweren Arbeit für die großen Indizes geleistet. Investoren waren bereit, mehr zu zahlen, in der Hoffnung auf starkes Gewinnwachstum, unermüdliche Investitionen in Infrastruktur und eine Welle von Produktivitätsgewinnen, die die Unternehmensmargen umgestalten könnten.
Aber wenn die Märkte anfangen anzunehmen, dass alles gut läuft, ohne echte Stolpersteine auf dem Weg, wird die Messlatte sehr hoch. In einem solchen Umfeld kann selbst ein hypothetisches Risiko ausreichen, um Investoren dazu zu bringen, Gewinne zu sichern.
Narrative Risiken in einem überfüllten KI-Handel
Dies ist nicht das erste Mal, dass eine virale KI-bezogene Notiz mit einer Schwäche der Aktien zusammenfällt. In den letzten Wochen hat ähnlicher emotional aufgeladener Kommentar die Marktvolatilität verstärkt.
Der gemeinsame Nenner ist nicht unbedingt die Genauigkeit des Arguments. Es ist die Macht der Erzählung, wenn die Positionierung überfüllt ist.
Wenn Investoren stark einem einzigen strukturellen Thema, wie dem KI-gesteuerten Wachstum, ausgesetzt sind, sinkt die Schwelle für eine Korrektur. Es bedarf keiner bestätigten wirtschaftlichen Verschlechterung. Es braucht nur eine glaubwürdige alternative Geschichte.
Also, was ist mit den US-Aktien und dem breiteren Markt…
Die zentrale Frage ist nun, ob dieser Ausverkauf eine tiefergehende Neubewertung der KI-Bewertungen markiert oder einfach einen taktischen Reset nach einer starken Phase darstellt.
Wenn die Führung in KI-bezogenen Aktien weiter schwächer wird, könnte die Auswirkung über den Technologiesektor hinausgehen. Die Renditen von US-Staatsanleihen, der US-Dollar und hochbeta-Währungen reagieren oft auf Veränderungen in der Aktienstimmung. Ein anhaltender Rückgang bei KI-Aktien könnte daher auch breitere Risikoanlagen beeinflussen.
Für den Moment jedoch wirkt dieses Ereignis weniger wie eine strukturelle KI-Krise und mehr wie eine durch Positionierung bedingte Neubewertung.
Wenn ein Szenario zur Arbeitslosigkeit im Jahr 2028 die Märkte von 2026 bewegen kann, deutet das darauf hin, dass die Erwartungen bereits überdehnt waren.
Und in den Märkten ziehen sich überdehnte Erwartungen selten sanft zurück. Ich habe schon seit einiger Zeit auf eine Art "Reinigung" gewartet... vielleicht ist das jetzt der Fall?
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