AUD/USD unter Druck: Inflation, starker US-Arbeitsmarkt und Trumps Drohungen belasten
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDer AUD/USD rutschte am Mittwoch auf 0,6215 ab, belastet durch neue Zolldrohungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump und starke US-Arbeitsmarktdaten, die den Dollar stützten. Zwar fielen die australischen Inflationszahlen etwas besser aus als erwartet, doch das reichte nicht aus, um den Aussie zu stabilisieren. Die Marktteilnehmer blieben nach der Veröffentlichung der FOMC-Sitzungsprotokolle aus dem Dezember vorsichtig, was zusätzlichen Druck auf die Währung ausübte.
Fundamentale Übersicht
Der Aussie schwächte sich nach den US-Arbeitsmarktdaten, den FOMC-Protokollen und den lokalen Inflationsdaten ab. Das US-Arbeitsministerium berichtete, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 4. Januar auf 201.000 gesunken sind, besser als die Markterwartung von 218.000 und ein Rückgang gegenüber den 211.000 der Vorwoche. Die Beschäftigung im privaten Sektor zeigte ebenfalls Widerstandsfähigkeit, mit 122.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Dezember, laut ADP-Daten, obwohl dies unter den erwarteten 140.000 lag.
Obwohl das Beschäftigungswachstum zuletzt etwas nachgelassen hat, hebt ADP-Chefökonomin Nela Richardson hervor, dass kein Sektor im zweiten Halbjahr mehr Arbeitsplätze geschaffen hat als das Gesundheitswesen. Gleichzeitig blieb die versicherte Arbeitslosenquote mit 1,2 % auf einem niedrigen Niveau – ein weiteres Zeichen für die Stabilität des Arbeitsmarktes.
Auf australischer Seite zeigten die Inflationszahlen einen leichten Anstieg, wobei der gewichtete CPI für November um 2,3% im Jahresvergleich stieg und damit die 2,2% im Oktober übertraf. Der bereinigte CPI fiel jedoch von 3,5% auf 3,2%, was die Erwartungen an eine hawkishere Reaktion der RBA dämpfte. Der dovishe Ton der Reserve Bank of Australia, zusammen mit stärkeren US-Wirtschaftsdaten, hielt den AUD unter Druck.
Die FOMC-Protokolle zeigten eine vorsichtige Optimismus unter den Vertretern der Federal Reserve. Sie hoben das solide BIP-Wachstum und die niedrige Arbeitslosigkeit hervor, bemerkten jedoch, dass der Disinflationstrend in den letzten Monaten ins Stocken geraten war. Die politischen Entscheidungsträger betonten die Notwendigkeit eines schrittweisen Ansatzes in Richtung einer neutralen geldpolitischen Haltung und wiesen auf Risiken durch mögliche Änderungen in der Handels- und Einwanderungspolitik unter der kommenden Verwaltung hin.
Technische Übersicht
Der AUD/USD sah sich erneut Verkaufsdruck ausgesetzt und fiel am Mittwoch auf 0,6215. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 35, was einen starken Rückgang signalisiert und zunehmendes bärisches Momentum anzeigt. Das MACD-Histogramm zeigt abnehmende grüne Balken, was auf nachlassende Erholungsversuche hindeutet.
Nachdem das Paar kurzzeitig den Widerstand am 20-Tage Simple Moving Average (SMA) getestet hatte, drehte es nach Süden und spiegelt den breiteren bärischen Trend wider. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 0,6200, ein Bruch darunter würde 0,6180 freilegen. Auf der Oberseite wird der Widerstand nahe 0,6250 gesehen, aber nachhaltige Gewinne bleiben unwahrscheinlich ohne einen signifikanten Wandel in der Marktstimmung oder unterstützende Daten.
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