Yen-Intervention wirkt stärker als gedacht - doch ein Faktor bremst
| |Übersetzung überprüftZum OriginalMUFG weist darauf hin, dass USD/JPY weiterhin deutlich unter dem Niveau vor den jüngsten Interventionen liegt. Japanische Privatanleger waren mit einer rekordhohen Short-Position in dem Währungspaar in die Intervention gegangen und dürften einen Teil dieser Positionen während des dadurch ausgelösten Kursrückgangs geschlossen haben. Damit haben sie die offiziellen Yen-Käufe teilweise ausgeglichen.
Japanische Privatanleger und die Yen-Intervention
„USD/JPY stabilisiert sich weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als vor den Interventionen am vergangenen Donnerstag und Freitag. Wir liegen nach wie vor rund sechs Yen unter dem Niveau, auf dem die Intervention am Donnerstag wahrscheinlich begonnen hat, nachdem sich der Kurs vom Tagestief am Montag um rund zwei Yen erholt hat. Sollte am Montag keine Intervention stattgefunden haben - sicher können wir uns nicht sein, doch Daten der Bank of Japan deuten darauf hin -, war die Wirkung dieser Intervention stärker als jene im April und Mai dieses Jahres oder bei den vier vorangegangenen Interventionen in den Jahren 2022 und 2024.“
„Die Daten zur Positionierung japanischer Privatanleger im außerbörslichen Devisen-Marginhandel für Juni, also noch vor der Intervention, zeigten über alle erfassten Währungen hinweg einen Wechsel von Netto-Short- zu Netto-Long-Positionen im Yen. Die Long-Position im Yen war die größte seit Oktober 2023. Das wichtigste Währungspaar, das diese Verschiebung auf aggregierter Basis erklärt, war tatsächlich USD/JPY.“
„Die Short-Position in USD/JPY stieg im Juni auf ein Rekordniveau. Die daraus abgeleitete Short-Position in USD/JPY belief sich auf 17,65 Milliarden US-Dollar. Im historischen Vergleich ist das eine extreme Position und mit deutlichem Abstand ein Rekord. Sie ist größer als das wahrscheinliche Gesamtvolumen der in der vergangenen Woche durchgeführten Intervention.“
„Wir können zudem davon ausgehen, dass japanische Privatanleger nach der Intervention ihre Positionen rasch auflösten und angesichts der zuvor bestehenden rekordhohen Short-Position wahrscheinlich als Käufer auftraten. Damit dürfte der japanische Privatkundensektor während des interventionsbedingten Rückgangs ein wichtiger Käufer von USD/JPY gewesen sein und so einen Teil der Wirkung der rekordhohen Yen-Käufe des japanischen Finanzministeriums abgeschwächt haben.“
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