WTI steigt um mehr als 5 %, da sich die Versorgungsrisiken im Nahen Osten verschärfen
| |Übersetzung überprüftZum Original- WTI legt am Donnerstag zu, da der Krieg mit dem Iran die Ölversorgung bedroht.
- Bedrohungen für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und Bab al-Mandab verleihen den Ölpreisen einen neuen geopolitischen Aufschlag.
- Die technische Perspektive bleibt bullisch, obwohl ein überkaufter RSI warnt, dass die Rally überdehnt sein könnte.
West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl legt am Donnerstag um mehr als 5% zu, da sich die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran verschärfen und die Versorgungsrisiken erhöhen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert WTI bei rund 90,50 USD pro Barrel und damit auf dem höchsten Stand seit dem 11. Juni.
Der Rohstoff hat in diesem Monat bislang rund 30% zugelegt, nachdem der Krieg zwischen den USA und dem Iran erneut aufgeflammt war. Die jüngste Rally gewann an Dynamik, nachdem Jemens Ansar Allah erklärte, sie hätten am Mittwoch zwei saudische Öltanker in der Nähe der Bab-al-Mandab-Straße angegriffen, was den Ölpreisen einen neuen geopolitischen Risikoprämie hinzufügte.
Teheran beharrt darauf, dass die Straße von Hormus unter seine Souveränität fällt. Das Korps der Islamischen Revolutionsgarde erklärte, die Passage sei bei anhaltenden US-Militäroperationen „vollständig geschlossen“ und warnte, dass Schiffen die Durchfahrt ohne Abstimmung mit den iranischen Behörden nicht gestattet werde.
Analysten bei MUFG warnten, dass „das zentrale Marktrisiko darin besteht, ob sich der Konflikt von einer Phase erneuter Eskalation zu einer entwickelt, die einen breiteren globalen Energieschock auslöst.“ Die Bank merkte an, dass Präsident Donald Trump damit gedroht hat, iranische Brücken und die Strominfrastruktur ins Visier zu nehmen, falls Teheran Schiffe angreift, die die Straße von Hormus passieren, während Iran gewarnt hat, es werde sich gegen Energieinfrastruktur in der gesamten Golfregion rächen.
Technische Analyse:
Auf der Tages-Chart behält US-Rohöl WTI eine bullische Tendenz bei, da es sich oberhalb der 21-Tage-, 50-Tage- und 100-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) hält, die sich zwischen etwa 75,50 USD und 88,20 USD bündeln.
Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator liegt deutlich über der Nulllinie und steigt weiter an, während der Relative Strength Index (RSI) bei 71 in den überkauften Bereich eingetreten ist, was auf ein starkes Aufwärtsmomentum hindeutet, aber auch darauf schließen lässt, dass die Rallye kurzfristig überdehnt sein könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 95,00 USD, vor einer höheren Begrenzung um 105 USD. Auf der Unterseite ergibt sich unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-SMA nahe 88,20 USD, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei etwa 82,40 USD und dem horizontalen Niveau bei 80,00 USD; tiefere Rücksetzer würden den 21-Tage-SMA um 75,52 USD freilegen, bevor der weiter entfernte strukturelle Boden bei 67 USD erreicht wird.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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