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WTI steigt angesichts der nachlassenden US-Iran-Spannungen und der Erwartungen an Zinssenkungen der Fed

  • WTI US Öl ist am Montag um etwa 2 % gestiegen und wird nahe 64,60 USD gehandelt.
  • Die Entspannung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran begrenzt die Versorgungsängste und hält den Markt vorsichtig.
  • Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve unterstützen die Öl-Nachfrageprognosen.

West Texas Intermediate (WTI) US Öl legt am Montag zu und wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 64,60 USD pro Barrel gehandelt, was einem Anstieg von 2,00 % im Tagesverlauf entspricht. Trotz dieses Rückschlags bleibt der US-Benchmark-Rohölpreis unter den Höchstständen von etwa 66,25 USD, die Ende Januar erreicht wurden, was auf einen Markt hinweist, der zwischen unterstützenden Faktoren und moderierenden Einflüssen gefangen ist.

Die jüngste Preisbewegung erfolgt vor dem Hintergrund der sich entspannenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Laufende Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über das Atomprogramm Teherans haben die Wahrscheinlichkeit eines offenen Konflikts verringert, der die regionalen Energieflüsse erheblich stören könnte. Diese Entspannung hat dazu beigetragen, versorgungsbezogene Bedenken zu lindern, insbesondere da ein erheblicher Teil des globalen Ölverbrauchs durch die Straße von Hormuz fließt.

Gleichzeitig bleiben die Märkte aufmerksam auf gemischte Signale bezüglich der US-Sanktionen gegen den Energiesektor des Iran. Diese Maßnahmen schränken Irans Fähigkeit ein, die Exporte schnell zu steigern, was einen schärferen Rückgang der Rohölpreise verhindert und dazu beiträgt, WTI um die aktuellen Niveaus zu stützen.

Darüber hinaus bieten wachsende Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung in den Vereinigten Staaten (US) weitere Unterstützung. Die Anleger glauben, dass die Federal Reserve (Fed) in den kommenden Monaten die Zinssätze senken könnte, um die wirtschaftliche Aktivität aufrechtzuerhalten. Eine weniger restriktive Geldpolitik wird allgemein als positiv für die Ölnachfrage angesehen, da die Vereinigten Staaten der größte Rohölverbraucher der Welt bleiben.

Vor diesem Hintergrund profitiert WTI von einem fragilen Gleichgewicht zwischen reduzierten Versorgungsängsten und leicht verbesserten Nachfrageprognosen, die durch den geldpolitischen Ausblick getrieben werden. Diese Kombination ermöglicht es den Preisen, im positiven Bereich zu bleiben, obwohl das Fehlen eines starken Katalysators derzeit eine schnelle Rückkehr zu den jüngsten Höchstständen verhindert.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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