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WTI-Öl steigt, da Spannungen zwischen Israel-Iran und Houthi die Produktionskürzung der OPEC+ in den Schatten stellen

  • WTI gewinnt am Montag mehr als 1,5 % und notiert bei rund 89,95 USD, gestützt durch eskalierende Spannungen zwischen Israel und Iran.
  • Von den Houthi beanspruchte Angriffe und Drohungen aus dem Iran schüren Sorgen um regionale Energieflüsse.
  • Anleger spielen die von OPEC+ angekündigte Produktionssteigerung herunter und glauben, dass geopolitische Risiken derzeit das zusätzliche Angebot überwiegen.

West Texas Intermediate (WTI) US-Öl notiert zum Zeitpunkt der Erstellung am Montag bei rund 89,95 USD und liegt damit am Tag um 1,57 % im Plus, da die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise weiterhin stützen.

Das Rohöl war im Tagesverlauf nach einer erneuten Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und Iran stark angestiegen. Die vom Iran unterstützten Houthi-Milizen kündigten Angriffe gegen Israel an und verhängten ein Verbot für israelische Schiffe im Roten Meer, während neue gegenseitige Angriffe zwischen Israel und Iran Befürchtungen vor einem größeren regionalen Konflikt schürten.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass der Waffenstillstand wiederholt verletzt worden sei, und warnte, dass die jüngsten Entwicklungen den Friedensprozess mit den Vereinigten Staaten weiter untergraben würden. Unterdessen warnte Irans Parlamentspräsident Mohammad Baqer Ghalibaf, dass US- und verbündete Militärbasen in der Region zu „legitimen Zielen“ werden könnten, was die Marktsorgen über Risiken für die globale Energieversorgung verstärkt.

Diese Spannungen treten auf, während die Straße von Hormus weiterhin im Fokus der Anleger steht. Die Märkte bewerten weiterhin die potenziellen Auswirkungen einer längeren Unterbrechung dieser strategischen Wasserstraße, durch die ein erheblicher Anteil der globalen Ölexporte fließt.

Gleichzeitig kündigten die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) eine Produktionssteigerung um 188.000 Barrel pro Tag ab Juli an. Der Markt betrachtet diese Erhöhung jedoch als vorsichtig.

Die Ölpreise haben jedoch einen Großteil ihrer früheren Gewinne wieder abgegeben, nachdem Berichte von Fars News darauf hinwiesen, dass die iranischen Streitkräfte das Ende der Militäroperationen gegen Israel angekündigt hätten. Laut dem Bericht warnte Teheran, dass erneute israelische Angriffe auf den Libanon eine härtere Reaktion auslösen könnten, obwohl die Erklärung von anderen Medien noch nicht bestätigt wurde.

Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem der US-Präsident Donald Trump sowohl Israel als auch Iran aufgefordert hatte, die Feindseligkeiten sofort einzustellen. Nach diesen Schlagzeilen fiel WTI-Öl deutlich von seinem Intraday-Hoch nahe 93,50 USD zurück, da die Anleger das unmittelbare Risiko einer größeren Unterbrechung der regionalen Energieversorgung neu bewerteten.

Nach Angaben von Bob Savage von BNY wird das Gleichgewicht zwischen konfliktbedingten Risiken und der allmählichen Hinzufügung neuer Angebotsmengen die Ölpreisbewegungen kurzfristig weiterhin bestimmen. Analysten der Danske Bank stellen ebenfalls fest, dass die jüngste Rallye eine Neubewertung der regionalen Versorgungsrisiken widerspiegelt. Die Bank ist der Ansicht, dass die Hoffnungen auf eine breitere Vereinbarung, die stabile Energieflüsse wiederherstellen könnte, nach den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Iran geschwunden sind.

Mit Blick auf die Zukunft argumentiert die Société Générale, dass der Ölmarkt die zugrunde liegenden Angebotsdrucke möglicherweise noch unterschätzt. Die Bank weist darauf hin, dass die globalen Lagerbestände weiterhin zurückgehen, und ist der Meinung, dass letztlich höhere Preise erforderlich sein könnten, um ein nachhaltiges Gleichgewicht auf dem Energiemarkt wiederherzustellen.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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