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Nachrichten

WTI stabil bei rund 63 Dollar – Geopolitik im Blick

  • WTI stabilisiert sich am US-Feiertag, mit gedämpftem asiatischen Handel aufgrund von Schließungen zum Lunar New Year.
  • Händler warten auf die US-Iran-Gespräche am Dienstag in Genf, da Teheran nukleare Zugeständnisse signalisiert, wenn die Sanktionen angesprochen werden.
  • Die Ölpreise könnten Herausforderungen gegenüberstehen, da OPEC+ Berichten zufolge plant, die Produktionssteigerungen ab April wieder aufzunehmen.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) fiel leicht, nachdem er über dem vorherigen Schlusskurs eröffnet hatte, und wurde während der asiatischen Handelsstunden am Montag um die 62,80 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise blieben nahezu unverändert, da die Händler aufgrund der anhaltenden geopolitischen Entwicklungen vorsichtig blieben. Es wird keine Vertragsabrechnung geben, da die US-Märkte wegen des Presidents’ Day geschlossen sind, während die Handelsaktivität in Asien gedämpft ist, da China, Südkorea und Taiwan die Feiertage zum Lunar New Year beobachten.

Der Fokus richtet sich auf die zweite Runde der US-Iran-Gespräche, die am Dienstag in Genf geplant sind, wobei Teheran Bereitschaft signalisiert, nukleare Zugeständnisse zu machen, wenn Washington die Sanktionen anspricht. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt vor möglichen Angriffen gewarnt, sollte es zu einem Scheitern der Verhandlungen kommen, während die USA ihre militärische Präsenz in der Region verstärken.

Die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sollen ebenfalls am Dienstag wieder aufgenommen werden, obwohl die Erwartungen an eine schnelle Lösung und eine Rückkehr des russischen Öls auf die globalen Märkte begrenzt bleiben. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico beschuldigte am Sonntag die Ukraine, den Neustart einer Pipeline, die russisches Öl über ihr Territorium nach Osteuropa transportiert, zu verzögern, um Druck auf Ungarn auszuüben, das sich gegen die mögliche EU-Mitgliedschaft der Ukraine stellt.

Die Ölpreise könnten Gegenwind von einem reichlichen globalen Angebot erfahren. Reuters berichtete, dass OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder und Verbündete) dazu neigt, die Produktionssteigerungen ab April nach einer dreimonatigen Pause wieder aufzunehmen, um sich auf die Spitzen-Nachfrage im Sommer vorzubereiten.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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