Wird sich der EU-Handel von den USA abwenden? - Standard Chartered
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie USA haben sich in den letzten zehn Jahren zum dominierenden Handelspartner der EU entwickelt; Zölle könnten diese Vormachtstellung beenden. Das Vereinigte Königreich bietet die größte kurzfristige Chance, die Handelsströme durch eine Neuverhandlung des Freihandelsabkommens zu verstärken. Die Beziehungen zwischen der EU und China haben sich zwar entspannt, sind aber nach wie vor einseitig; das Freihandelsabkommen mit Indien könnte langfristig erhebliche Vorteile bieten. Das EU-Mercosur-Abkommen muss noch ratifiziert werden; die ASEAN-Handelsverhandlungen sind wieder aufgenommen worden, berichten die Ökonomen Christopher Graham und Saabir Salad von Standard Chartered.
EU will Handelsabkommen beschleunigen
„Die USA haben sich in den letzten Jahren zum wichtigsten Handelspartner der EU entwickelt, wobei die bilateralen Warenbeziehungen im Jahr 2024 einen Gesamtwert von fast 1 Mrd. EUR haben und im vergangenen Jahr mehr als ein Fünftel aller Extra-EU-Exporte ausmachten. Die wachsende Dominanz der USA ist auf die robuste Inlandsnachfrage in den USA, das stagnierende Exportwachstum in das Vereinigte Königreich seit dem Brexit und den Rückgang der Ausfuhren nach China nach dem COVID zurückzuführen. Abhängig von ihrem endgültigen Umfang und ihrer Dauer könnte die Einführung von US-Zöllen diese Dominanz beenden und die EU dazu veranlassen, andere Möglichkeiten zum Ausbau der Handelsbeziehungen in anderen Ländern zu prüfen.“
„Wir sind der Meinung, dass das Vereinigte Königreich in naher Zukunft die größten Chancen für eine Verbesserung der Handelsströme bietet, da beide Seiten einen Anreiz haben, die Bedingungen des bestehenden Handels- und Kooperationsabkommens (TCA) zu verbessern; Fortschritte könnten bereits in diesem Sommer sichtbar werden. Die Beziehungen der EU zu China scheinen sich leicht zu entspannen, und es gibt Anreize, die Zusammenarbeit in strittigen Bereichen zu verbessern; die EU ist jedoch weiterhin besorgt über die einseitigen Handelsbeziehungen.“
„Das Abkommen zwischen der EU und Mercosur könnte angesichts des sich verändernden globalen Handelskontextes eine politische Verstärkung erfahren, aber die Ratifizierung ist noch lange nicht garantiert. Die Wiederaufnahme der Handelsverhandlungen mit Malaysia, den Philippinen und Thailand spiegelt verbesserte wirtschaftliche Anreize wider, aber die EU-Umweltvorschriften bleiben ein Knackpunkt. Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien bietet längerfristig wohl die größten Handelschancen für die EU, und eine Änderung der Verhandlungsabfolge könnte Fortschritte bringen, doch müssen noch verschiedene Hürden überwunden werden.
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