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USD/JPY steigt, da Takaichi sich gegen Zinserhöhungen der BoJ auspricht

  • Der japanische Yen verkauft sich nach Berichten, dass Premierministerin Takaichi in einem Treffen mit BoJs Ueda gegen eine weitere Straffung war.
  • Premierministerin Takaichi hat Berichten zufolge in einem Treffen mit Gouverneur Ueda in der letzten Woche eine härtere Haltung gegen weitere Zinserhöhungen der BoJ eingenommen, was den Zeitplan der Zentralbank für die Straffung kompliziert.
  • Die FOMC-Protokolle von Januar zeigten, dass mehrere Fed-Beamte die Möglichkeit einer Zinserhöhung diskutierten, falls die Inflation über dem Ziel bleibt, was die verlängerte Pause bei 3,50% bis 3,75% verstärkt.

USD/JPY sprang am Dienstag um etwa 0,7% und erholte sich stark auf etwa 155,86 in einer Sitzung, die fast ausschließlich von der Schwäche des japanischen Yens getrieben wurde. Das Paar bewegt sich seit Ende Januar in einem breiten Bereich zwischen etwa 152,00 und 157,00, wobei abwechselnd große bullische und bärische Kerzen auf einen Wettstreit zwischen gegensätzlichen Kräften hinweisen. Die starke bullische Kerze am Dienstag drückte den Preis zurück in die obere Hälfte dieses Bereichs nach dem Rückgang in der letzten Woche in Richtung des 153.000-Bereichs.

Berichte aus der japanischen Zeitung Mainichi Shimbun, dass Premierministerin Sanae Takaichi während ihres Treffens mit Gouverneur Kazuo Ueda am 16. Februar Bedenken hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ) äußerte, ließen den japanischen Yen über das gesamte Spektrum fallen. Vor dem Bericht hatten die meisten von Reuters befragten Ökonomen erwartet, dass die BoJ ihren Leitzins bis Ende Juni auf 1% erhöhen würde, wobei die Märkte etwa 70% Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung bis April einpreisten. Takaichis pro-stimulus Haltung, die nun durch einen überwältigenden Wahlsieg gestützt wird, erhöht das Risiko, dass der Straffungspfad der BoJ verzögert werden könnte, obwohl die zugrunde liegende Inflation (ohne frische Lebensmittel und Energie) weiterhin bei 2,6% liegt.

Auf der Seite des US-Dollars (USD) hielt die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Januar bei 3,50% bis 3,75%, aber die letzte Woche veröffentlichten Protokolle zeigten, dass mehrere Teilnehmer die Möglichkeit von Zinserhöhungen diskutierten, falls die Inflation über dem Ziel bleibt. Das Verbrauchervertrauen in den USA stieg im Februar auf 91,2, obwohl der Erwartungsindex nun seit 13 aufeinanderfolgenden Monaten unter dem Schwellenwert von 80 liegt, der auf eine Rezession hinweist. Trumps neue 15% globale Zölle nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs trüben weiterhin die breitere Risikobewertung.

Der Preis erholt sich über dem 50-Tage-EMA, während der Stochastik-Indikator bullisch in neutralem Bereich kreuzt

Das Paar eroberte den 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) nahe 155,30 während der Rallye am Dienstag, während der 200-Tage EMA um 152,70 weiterhin steigt und während des Rückgangs Anfang Februar in Richtung des Tiefs bei 152,100 eine Unterstützung bot. Der Stochastik-Oszillator hat bullisch gekreuzt und driftet höher durch den neutralen Bereich, was darauf hindeutet, dass sich das Aufwärtsmomentum nach dem jüngsten Rückgang von den Januar-Hochs nahe 159,450 wieder aufbaut. Ein nachhaltiger Anstieg über den Bereich von 157,00 würde einen Weg zur runden Zahl von 158.000 öffnen, während ein Versagen, über dem 50-Tage EMA zu halten, den Fokus zurück auf die Zone von 153,00 und den 200-Tage EMA verschieben würde.

USD/JPY Tageschart


Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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