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USD/JPY sinkt wieder unter 153,00, da der unerschütterliche Yen weiter steigt

  • USD/JPY verlor am Donnerstag zum vierten Mal in Folge an Boden, bedingt durch anhaltende geopolitische Faktoren.
  • BoJ-Beamte setzen weiterhin verbale Interventionen auf den Yen-Märkten ein, um den Ball am Rollen zu halten.

Der japanische Yen stärkte sich am Donnerstag über 153 pro US-Dollar und stieg zum vierten Mal in Folge, nachdem Premierministerin Sanae Takaichis entscheidender Wahlsieg am 8. Februar ihr ein klares Mandat gab, eine expansive Fiskalpolitik zu verfolgen. Die Märkte wetten darauf, dass ihre Agenda für erhöhte Staatsausgaben, Steuersenkungen und eine zweijährige Aussetzung der 8%igen Lebensmittelumsatzsteuer das Wirtschaftswachstum stärken und der Bank of Japan (BoJ) größeren Spielraum für die Normalisierung der Geldpolitik durch zusätzliche Zinserhöhungen bieten wird. Die verbale Intervention japanischer Beamter verstärkte die Yen-Nachfrage, wobei der führende Währungsdiplomat Atsushi Mimura warnte, dass die Regierung über Wechselkursbewegungen in hoher Alarmbereitschaft bleibt, während Finanzministerin Satsuki Katayama Tokios Engagement bekräftigte, auf Währungsbewegungen im Einklang mit der gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA zu reagieren.

Auf der US-Seite überraschten die Non-Farm Payrolls (NFP) im Januar mit 130K, während die Arbeitslosigkeit auf 4,3% fiel, was zunächst den US-Dollar unterstützte, aber schnell von der Yen-Rallye überschattet wurde. Die Federal Reserve (Fed) hielt die Zinsen bei 3,50% bis 3,75% in ihrer Januarsitzung und bestätigte das Ende der quantitativen Straffung. Blickt man auf Freitag, steht die verzögerte Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar im Mittelpunkt, wobei der Konsens einen Anstieg des CPI um 0,29% im Monatsvergleich und des Kern-CPI um 0,39% im Monatsvergleich prognostiziert. Ein schwächerer Wert würde die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed später im Jahr 2026 verstärken und könnte die Yen-Gewinne beschleunigen.

Auf dem Tages-Chart ist USD/JPY stark von seinem Hoch vom 7. Februar bei etwa 157,70 gefallen und testet nun den Bereich von 152,50, dem niedrigsten Stand seit Anfang Januar. Die Preisbewegung zeigt einen steilen bärischen Impuls, der durch den Yen-Anstieg nach der Wahl getrieben wird, wobei das Paar nun unter dem 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) handelt, was einen bärischen Trendwechsel im kurzfristigen Trend bestätigt. Der 200-Tage EMA liegt höher bei etwa 155,00, einem Niveau, das das Paar diese Woche entscheidend unterschritten hat und damit die bärische Neigung verstärkt. Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart ist auf etwa 35 gefallen und nähert sich dem überverkauften Bereich, signalisiert jedoch noch keine Erschöpfung.

Auf dem 4H-Zeitrahmen war der Verkaufsdruck seit dem Wahlergebnis am 8. Februar unermüdlich, wobei der Preis eine Reihe von niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs bildete. Die unmittelbare Unterstützung liegt im Bereich von 152,50, wo das Paar ein Sitzungstief fand, gefolgt vom Tief von 2026 nahe 152,00 und der psychologischen Marke von 150,00. Ein Durchbruch unter 152,00 würde den Weg zum 38,2%-Fibonacci-Retracement des Bereichs von 139,87 bis 159,44 nahe 151,70 öffnen. Auf der Oberseite ist der Widerstand nun geschichtet bei 153,50 (gebrochene Unterstützung, die zu Widerstand wurde), 155,00 (der 200-Tage EMA-Konfluenz) und der Zone von 156,00 bis 157,00. Das Moving Average Convergence-Divergence (MACD)-Histogramm auf dem 4H-Chart zeigt eine sich ausweitende bärische Dynamik, was auf weiteren Abwärtsdruck vor den CPI-Daten am Freitag hindeutet.

USD/JPY Tageschart


Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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