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USD/JPY handelt höher bei rund 156,50, während der Fokus auf den US-NFP-Daten liegt

  • USD/JPY steigt auf fast 156,50, da der US-Dollar seine frühen Verluste wettmacht.
  • Investoren warten auf die US-NFP-Daten für neue Hinweise zur geldpolitischen Ausrichtung der Fed.
  • Ueda von der BoJ signalisiert, dass es in diesem Jahr weitere Zinserhöhungen geben wird.

Das Währungspaar USD/JPY notiert am Dienstag während der europäischen Handelszeit leicht höher bei fast 156,50. Das Paar gewinnt, da der US-Dollar seine frühen Verluste wettmacht und leicht positiv wird, während die Anleger ihren Fokus auf die US Nonfarm Payrolls (NFP) Daten für Dezember richten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, leicht höher bei fast 98,45.

Früher am Tag schnitt der US-Dollar schwächer ab, da die Marktstimmung günstig für riskantere Anlagen blieb. Die Stimmung drehte sich in Richtung Risiko, als die Anleger die Marktunsicherheiten verdauten, die durch die militärischen Aktionen der Vereinigten Staaten (US) in Venezuela ausgelöst wurden.

In Zukunft werden die Anleger den US-NFP-Daten besondere Aufmerksamkeit schenken, da die neuesten Kommentare von Beamten der Federal Reserve (Fed) signalisiert haben, dass sie sich mehr um die Risiken auf dem Arbeitsmarkt nach unten sorgen als um die Befürchtungen, dass Inflationsdruck anhalten könnte.

Vor den US-NFP-Daten werden die Anleger den US-ADP-Beschäftigungswechsel und die ISM-Daten für den Dienstleistungssektor für Dezember sowie die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen für November im Blick haben.

Unterdessen schneidet der japanische Yen (JPY) insgesamt schwächer ab, obwohl der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, signalisiert hat, dass es in naher Zukunft weitere Zinserhöhungen geben wird. „Die BoJ wird voraussichtlich weiterhin die Zinsen erhöhen, wenn sich die Wirtschaft und die Preise im Einklang mit unseren Prognosen entwickeln“, sagte Gouverneur Ueda am Montag und fügte hinzu, dass die Anpassung des Grads der geldpolitischen Unterstützung helfen wird, „nachhaltiges Wachstum und stabile Inflation“ zu erreichen.

 

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.


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