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Nachrichten

USD/CHF unter Druck – Schweizer Franken gefragt

  • USD/CHF zieht einige Verkäufer in der frühen europäischen Sitzung am Montag nahe 0,7725 an. 
  • Der Schweizer Franken stärkt sich gegenüber dem US-Dollar angesichts der Unsicherheit über Zölle. 
  • Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Gespräche am Donnerstag vor dem US-PPI-Bericht genau beobachten. 

Das Paar USD/CHF sieht sich während der frühen europäischen Sitzung am Montag einem gewissen Verkaufsdruck um etwa 0,7725 ausgesetzt. Die neuen Zollpläne von US-Präsident Donald Trump belasten den Greenback gegenüber dem Schweizer Franken (CHF). Händler bereiten sich auf den US-Erzeugerpreisindex (PPI) für Januar am Freitag vor, um neue Impulse zu erhalten. 

Der Oberste Gerichtshof der USA kippte am Freitag Trumps umfassende reziproke Zölle. In Reaktion darauf kündigte der US-Präsident Pläne für einen neuen globalen Importzoll von 15% an, was Bedenken über einen erneuten Handelskrieg schürt. 

"Der Dollar erleidet einen breit angelegten Rückgang, während der Markt versucht, die Auswirkungen der Entscheidung des Gerichts zu bewerten," sagte Rodrigo Catril, Stratege bei der National Australia Bank in Sydney. "Trumps Zollregime bleibt bestehen, mit mehr Unsicherheit."

Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, einschließlich Berichten über mögliche begrenzte Luftangriffe, fördern die Zuflüsse in sichere Häfen, was dem CHF zugutekommt, und erzeugen Gegenwind für das Paar. Die New York Times berichtete am Sonntag, dass Trump in Erwägung zieht, begrenzte Luftangriffe gegen den Iran zu starten. 

Trump fügte hinzu, dass er in den kommenden Monaten einen weitaus größeren Angriff in Betracht ziehen könnte, falls die Diplomatie oder ein erster gezielter US-Angriff nicht ausreichen, um den Iran davon zu überzeugen, seinen Forderungen nachzugeben, sein Atomprogramm aufzugeben. Die USA und der Iran werden am Donnerstag ihre nächste Verhandlungsrunde in Genf abhalten. Doch Trump wägt Optionen für US-Handlungen ab, falls die Verhandlungen scheitern. 

Die Veröffentlichung der US-PPI-Daten für Januar am Freitag könnte einige Hinweise auf den Zinspfad der USA geben. Sollte der Bericht höher als erwartet ausfallen, würde dies die Händler dazu veranlassen, ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) zurückzuschrauben, was den US-Dollar (USD) stärken würde.

(Diese Geschichte wurde am 23. Februar um 6:35 GMT korrigiert, um zu sagen, dass die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, einschließlich Berichten über mögliche begrenzte Luftangriffe, die Zuflüsse in sichere Häfen fördern, was dem CHF zugutekommt, und Gegenwind für das Paar erzeugen, nicht Rückenwind.)

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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