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Dollar-Index gibt nach – Handelspolitische Unsicherheit belastet

  • Der US-Dollar-Index schwächt sich, da Unsicherheiten im US-Handel und schwache Wirtschaftsdaten die Stimmung belasten.
  • Präsident Trump sagte, dass er die globalen Importzölle von 10% auf 15% erhöhen wird, nachdem das Gericht seine Handelsagenda gekippt hat.
  • Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2025 um 1,4%, während die jährliche Kern-PCE im Dezember um 3,0% anstieg, was auf anhaltenden Inflationsdruck hinweist.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber sechs Hauptwährungen misst, setzt seine Verluste in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Montag bei etwa 97,50.

Der Dollar-Index schwächte sich gegenüber den Hauptwährungen ab, da anhaltende Unsicherheiten über die Handelspolitik der Vereinigten Staaten (US) und enttäuschende Wirtschaftsdaten die Anlegerstimmung belasteten. Jüngste rechtliche und politische Entwicklungen haben die Verwirrung über die Aussichten für Zölle und Wachstum verstärkt.

Die globalen Märkte bleiben angespannt, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil von Präsident Donald Trumps Notfallzollbefugnissen aufgehoben hat, wodurch die Nutzung von Notfallbefugnissen zur Verhängung umfassender reziproker Zölle eingeschränkt wurde. Als Reaktion darauf kündigte Trump Pläne an, einen neuen globalen Zoll von 15% unter alternativen Handelsgesetzen zu verfolgen, was die Unklarheit über die Handelspolitik verlängert.

Auf der wirtschaftlichen Seite trugen die US-Daten zum Abwärtsdruck auf den Dollar bei. Die Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2025 mit annualisierten 1,4%, was deutlich unter den Erwartungen lag, während die Kern-PCE-Inflation im Dezember auf 3,0% im Jahresvergleich anstieg, was die Ansicht verstärkt, dass die Inflation hartnäckig bleibt und die politische Perspektive der Federal Reserve (Fed) kompliziert.

Während der schwächere US-Dollar die nachlassenden Bedenken über zollbedingte Inflation und langsameres Wachstum widerspiegelt, könnte der Abwärtstrend durch eine breitere Risikoaversion begrenzt sein, einschließlich anhaltender Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die weiterhin die Zuflüsse in sichere Häfen beeinflussen.

Die New York Times berichtete am Sonntag, dass Trump begrenzte Luftangriffe auf den Iran in Erwägung zieht. Er deutete an, dass, falls diplomatische Bemühungen oder ein erster gezielter US-Angriff nicht dazu führen, dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt, ein umfassenderer Angriff in den kommenden Monaten in Betracht gezogen werden könnte.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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