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Nachrichten

US: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche auf 200.000

  • Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen auf 200K im Vergleich zur Vorwoche.
  • Die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gingen auf 1,849M zurück.

Die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung stellen, stieg in der Woche bis zum 17. Januar auf 200.000. Der letzte Wert lag unter den ursprünglichen Schätzungen (212.000) und war etwas höher als die 199.000 der Vorwoche (revidiert von 198.000), so ein Bericht des US-Arbeitsministeriums (DOL), der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Zusätzlich verringerte sich der 4-Wochen-Durchschnitt um 3.750K und liegt nun bei 201,5K, nachdem der Durchschnitt der Vorwoche (205,25K) revidiert wurde.

Der Bericht wies auch darauf hin, dass die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenunterstützung um 26K auf 1,849M in der Woche bis zum 10. Januar gesunken sind.

Marktreaktion

Der Greenback setzt seinen Rückgang am Donnerstag fort, was den US Dollar Index (DXY) dazu bringt, seine kritische 200-Tage-SMA in der Region von 98,70 herauszufordern. Das Wiederaufleben des Verkaufsinteresses am Dollar bleibt unverändert im Zuge der US-Datenveröffentlichungen und trotz der anständigen Erholung der US-Treasury-Renditen über die gesamte Laufzeitstruktur hinweg.


Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.


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