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Ungarns Forint steigt: Märkte begrüßen Moody’s-Entscheidung trotz anstehender Fitch-Prüfung

Die Märkte haben Moody’s Entscheidung, Ungarns Staatsrating bei negativem Ausblick zu bestätigen, positiv aufgenommen. Das Risiko einer Herabstufung galt nach den angehobenen Haushaltszielen bereits als eingepreist. Trotz einer möglicherweise vorsichtigeren Einschätzung durch Fitch stützt die Hoffnung auf ein Friedensabkommen für die Ukraine den ungarischen Forint (HUF), der gegenüber dem Euro (EUR) weiter auf neue Tiefstände zusteuert. Ein Test der Marke von 380 rückt näher, wie ING-Devisenanalyst Frantisek Taborsky anmerkt.

EUR/HUF testet neue Tiefstände in freundlichem Marktumfeld

„Moody’s Entscheidung vom Freitag, das Staatsrating unverändert zu lassen – einschließlich eines negativen Ausblicks –, wurde vom Markt positiv aufgenommen. Offenbar galt das Risiko einer Herabstufung als realistisch, nachdem die Regierung die Haushaltsziele für dieses und kommendes Jahr auf ein Defizit von 5 Prozent des BIP angehoben hat. Damit scheint ein wichtiger Schritt geschafft, doch Ungarn ist noch nicht über den Berg.“

„An diesem Freitag steht die Ratingüberprüfung durch Fitch an. Fitch hatte die Haushaltslage optimistischer eingeschätzt als Moody’s, weshalb die Überprüfung der Regierung stärker vom bisherigen Ausblick abweicht. Zudem hält Fitch weiterhin an einem ‚stabilen‘ Ausblick fest, was Ungarn anfälliger für Änderungen des haushaltspolitischen Kurses macht. Die Frage ist nun, ob die Märkte nach Moody’s Entscheidung zuversichtlicher werden oder ob sie diese Unterschiede sowie eine mögliche Verschlechterung des Fitch-Ausblicks – was unserem Basisszenario entspricht – bereits eingepreist haben und damit die aktuelle Stimmung kippen könnte.“

„EUR/HUF fiel gestern unter 381 – neue Tiefstände – und wie wir bereits vergangene Woche erwähnt haben, dürfte ein Test der Marke von 380 nur eine Frage der Zeit sein. Auch wenn die Entscheidung von Fitch am Freitag wahrscheinlich negativ ausfallen wird, ist dies bereits teilweise berücksichtigt. Gleichzeitig dürfte die Aussicht auf Frieden zwischen der Ukraine und Russland die potenziell negative Wirkung ausgleichen. Der Markt bleibt skeptisch hinsichtlich Fortschritten bei den Verhandlungen, doch ein mögliches Abkommen würde die Währungen in der gesamten CEE-Region stützen. Daher bleibt das kurzfristige Bild für den HUF aus unserer Sicht weiterhin positiv.“

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