SNB-Protokoll: Bereitschaft zur Intervention gegen übermäßige Aufwertung des Schweizer Franken steigt
| |Übersetzung überprüftZum OriginalHier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Protokoll der Juni-Sitzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB)
Die geldpolitischen Bedingungen sind angemessen.
Der Inflationsdruck ist praktisch unverändert.
Erhöhte Bereitschaft zur Intervention, falls erforderlich.
Die Unternehmen verzeichneten im zweiten Quartal ein solides Umsatzwachstum.
Obwohl die Unternehmen die Unsicherheit als hoch einschätzen, bleiben sie zuversichtlich.
Kein unmittelbarer Handlungsbedarf.
Der Konflikt im Nahen Osten hat sich deutlich auf die Preise ausgewirkt.
Die Inflationserwartungen der Unternehmen für den kurzfristigen Zeitraum sind gestiegen.
Die Inflationserwartungen für den mittelfristigen Zeitraum sind nur leicht höher.
Die Unsicherheit über den Iran-Krieg ist deutlich erhöht.
In bestimmten Branchen, wie Beratung und Softwareentwicklung, ist die Auswirkung von KI deutlicher und beeinflusst bereits bestehende Geschäftsmodelle.
Das Risiko einer starken Aufwertung des Schweizer Frankens bleibt bestehen.
Die Signale vom Arbeitsmarkt sind derzeit gedämpft.
Die Abteilung für Wirtschaftsangelegenheiten erwartet, dass die Arbeitslosigkeit im Laufe des Jahres stabilisiert und 2027 zurückgehen wird.
Marktreaktion
Der Schweizer Franken (CHF) scheint nach der Veröffentlichung des SNB-Protokolls weiterhin verhalten zu bleiben. Im europäischen Handel steigt USD/CHF aufgrund leichter Gewinne des US-Dollars (USD) auf nahe 0,8066.
SNB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.
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