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Nachrichten

Franken zieht an - US-Dollar bleibt trotz Fed-Zinswetten unter Druck

  • Das Abwärtspotenzial von USD/CHF könnte aufgrund von Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed begrenzt sein.
  • Der US-Dollar könnte Unterstützung finden, da steigende Ölpreise die Inflationssorgen verstärken.
  • Die Schweizer Inflation verdoppelte sich im August aufgrund höherer Energiekosten, obwohl der Anstieg voraussichtlich nur vorübergehend sein wird.

USD/CHF verliert am dritten aufeinanderfolgenden Tag an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch bei rund 0,8090. Das Paar bleibt gedämpft, da der US-Dollar (USD) trotz eines hawkishen Tons im Zusammenhang mit dem geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) Verluste hält.

Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60% für eine Zinserhöhung bei der bevorstehenden Sitzung der US-Notenbank ein. Mit Blick nach vorn werden die Daten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI) später in dieser Woche im Mittelpunkt stehen. Diese wichtigen Veröffentlichungen könnten vor der September-Sitzung neue Hinweise auf die nächsten Schritte der Federal Reserve liefern.

Darüber hinaus verstärken steigende Ölpreise die Inflationssorgen und untermauern die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed). Die Rohölpreise sind gestiegen, nachdem die USA mehrere iranische Tanker in der Nähe der Insel Kharg, einem wichtigen Exportknotenpunkt, angegriffen haben. Diese Angriffe haben die geopolitischen Spannungen verschärft und die Marktsorgen hinsichtlich möglicher Unterbrechungen der weltweiten Ölversorgung angeheizt.

Die Schweizer Inflation verdoppelte sich im August, da anhaltende Spannungen im Nahen Osten die globalen Energiepreise in die Höhe trieben und Inflationssorgen schürten. Dieser Anstieg dürfte jedoch nur vorübergehend sein, da die Strompreise im kommenden Jahr voraussichtlich um etwa 4% sinken werden, was die Inflation in den kommenden Monaten wahrscheinlich belasten wird.

USD/CHF dürfte in einer vertrauten Spanne gefangen bleiben, da sich die Konsolidierung fortsetzt

Strategen der UOB Group behalten für USD/CHF eine neutrale mittelfristige Haltung bei und bekräftigen, dass sie über die nächsten ein bis drei Wochen "weiterhin die gleiche Ansicht wie gestern (07 Sep, Spot bei 0.8100) vertreten." Vorerst erwartet die UOB, dass der Dollar richtungslos bleibt, wobei das Paar "in einer Spanne zwischen 0.8055 und 0.8155 gehandelt wird," was eher eine anhaltende Konsolidierungsphase als eine klare Trendbewegung unterstreicht.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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