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Nachrichten

Schweizer Franken steigt – US-Anleiherückkäufe belasten den Dollar

  • USD/CHF fällt, da der US-Dollar nach unerwarteten fiskalpolitischen Maßnahmen zur Begrenzung steigender Renditen von US-Staatsanleihen nachgibt.
  • US-Finanzminister Scott Bessent signalisierte Rückkäufe von über 4 Milliarden Dollar, um zu zeigen, dass erhöhte Renditen nicht den tatsächlichen wirtschaftlichen Fundamentaldaten entsprechen.
  • SNB-Leitzins bleibt bei 0% mit Plänen, gegen eine übermäßige Aufwertung des Frankens zu intervenieren.

USD/CHF wertet nach zwei Tagen mit Gewinnen ab und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 0,8000. Das Währungspaar gibt nach, da der US-Dollar (USD) unter dem Druck der neu angekündigten fiskalischen Maßnahmen in Washington leidet.

Die Finanzmärkte wurden überrascht, als das US-Finanzministerium zusagte, seine Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln, um steigende Anleiherenditen einzudämmen. Finanzminister Scott Bessent deutete an, dass diese Rückkäufe 4 Milliarden Dollar übersteigen könnten, was einen strategischen Vorstoß darstellt, um zu signalisieren, dass erhöhte Renditen die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Fundamentaldaten nicht genau widerspiegeln.

Niedrige Volatilität stützt erneutes Interesse an Carry Trades

Analysten bei ING argumentieren, dass der stärkere Fokus der US-Behörden auf die Unterstützung des Treasury-Marktes als eine "risikopositive Entwicklung" zu interpretieren sei, wobei die Bank erwartet, dass "die Volatilität niedrig bleiben wird und das Interesse am Carry Trade robust bleibt." Vor diesem Hintergrund begünstigt dies ihrer Ansicht nach weiterhin Strategien, die auf stabilen Finanzierungsbedingungen und gedämpften Marktschwankungen aufbauen.

Allerdings könnte das Abwärtspotenzial des Greenback durch die steigende Nachfrage nach sicheren Häfen begrenzt werden, die durch die eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wird. Die Spannungen verschärften sich, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghchi die bevorstehenden US-Sanktionen als Akt der Verzweiflung abtat, während der iranische Sicherheitschef Mohsen Rezaei vor einer "erdbebenartigen" Vergeltung warnte, falls US-Präsident Donald Trump weitere Maßnahmen ergreift, was die Risk-Off-Stimmung an den globalen Märkten verstärkt.

Unterdessen beließ die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins bei 0% und dürfte diese Haltung bis 2027 beibehalten, wobei sie ihre Bereitschaft bekräftigte, an den Devisenmärkten zu intervenieren, um eine übermäßige Aufwertung des Frankens einzudämmen. Während die meisten Ökonomen die erste Zinserhöhung Anfang 2028 erwarten, preisen die Märkte bereits einen Schritt so früh wie im März 2027 ein, eine Entwicklung, die den Franken zunehmend als Finanzierungswährung für Carry Trades attraktiv machen könnte.

Technische Analyse:

Im Tages-Chart notiert USD/CHF bei 0,8000 und behält damit kurzfristig einen bärischen Ton bei, da der Kurs unter den kurzfristigen und mittelfristigen Exponential Moving Averages (EMAs) bleibt. Die Anordnung der EMAs oberhalb des Spotkurses deutet darauf hin, dass das Paar weiterhin gedeckelt ist, während der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) um 40 auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet, ohne jedoch bereits überverkaufte Bedingungen zu erreichen.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim neun-EMA nahe 0,8049, gefolgt vom 50-EMA bei 0,8060, die zusammen eine enge Angebotszone oberhalb des Kurses bilden, die die Bullen zurückerobern müssten, um die aktuelle bärische Tendenz zu mildern. Da in den Daten keine nahegelegenen strukturellen Unterstützungen vorhanden sind, würde ein weiterer Rückgang von den aktuellen Niveaus das Paar nach neuen Nachfragezonen unterhalb von 0,8000 suchen lassen, wodurch die Risiken weiterhin nach unten gerichtet bleiben, solange es unter diesen gleitenden Durchschnitten handelt.

USD/CHF: Tages-Chart

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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