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Franken bleibt unter Druck - Fed-Zinserwartungen stützen Dollar

  • Der Schweizer Franken hält Verluste nahe 0,8088 gegenüber dem US-Dollar angesichts hawkischer Fed-Wetten.
  • Es wird erwartet, dass die Fed in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt.
  • Anleger warten auf die US-S&P Global PMI- und Schweizer ZEW-Umfrage – Erwartungen-Daten.

Der Schweizer Franken (CHF) hält die Verluste vom Montag bei rund 0,8088 gegenüber dem US-Dollar (USD) während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag. Das Schweizer Franken-Paar steht unter Verkaufsdruck aufgrund der anhaltenden Outperformance des US-Dollars angesichts fester Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr die Zinsen erhöhen wird.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung steigt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, leicht auf rund 101,05, dem höchsten Stand seit über einem Jahr.

Laut dem CME FedWatch-Tool liegen die Chancen für eine Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr bei fast 87 %.

Die hawkischen Fed-Wetten haben sich verstärkt, da der letzte Woche veröffentlichte Wirtschaftsprojektionenbericht des Federal Open Market Committee (FOMC) zeigte, dass neun von 19 Politikern in diesem Jahr eine Zinserhöhung prognostizieren. Dies stellt eine deutliche Kehrtwende dar, da im Wirtschaftsprojektionenbericht vom März keiner der Beamten eine Zinserhöhung in diesem Jahr favorisierte.

Für weitere Hinweise zum US-Zinssatz-Ausblick warten die Anleger auf die Daten zum US-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Mai, die am Donnerstag veröffentlicht werden.

In der Sitzung am Dienstag konzentrieren sich die Anleger auf die vorläufigen US-S&P Global PMI-Daten für Juni. Es wird erwartet, dass der Services PMI von 50,7 im Mai auf 51,0 steigt.

Was den Schweizer Franken betrifft, so warten die Anleger auf die ZEW-Umfrage – Erwartungen für Juni, die am Mittwoch veröffentlicht wird.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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