Schweizer Franken schwächer - Nahost-Spannungen stützen den US-Dollar
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/CHF steigt, da der US-Dollar seine Verluste verringerte, gestützt durch die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund der Konflikte im Nahen Osten.
- Das CME FedWatch-Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 35,8% für eine Zinserhöhung der Fed im Juli und eine Wahrscheinlichkeit von 82,1% für September.
- Der Schweizer Franken könnte Unterstützung erhalten, da die 10-jährige Rendite der Schweiz angesichts des Konflikts im Nahen Osten und der Energiekosten auf 0,52% steigt.
USD/CHF setzt seine Gewinnserie am fünften Handelstag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei rund 0,8170. Das Paar legt zu, da der US-Dollar (USD) seine täglichen Verluste verringert, während die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten zunimmt.
Der US-Iran-Konflikt treibt die Rohölpreise nach oben. Ein durch Öl ausgelöster Inflationsanstieg hat die Erwartungen angeheizt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinserhöhungen wieder aufnehmen könnte. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Geldmärkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 35,8% für eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat ein, zusammen mit einer Wahrscheinlichkeit von 82,1% für mindestens eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt im September.
Die von Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen griff zwei saudische Öltanker im Roten Meer an und warf ihnen vor, eine Blockade verletzt zu haben. Als Reaktion darauf führte die USA in der 13. aufeinanderfolgenden Nacht Militärschläge gegen den Iran durch. Die Spannungen eskalierten weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump vor einer "massiven militärischen Bestrafung" sowohl für die Houthis als auch für den Iran warnte, falls die Angriffe andauern, und erklärte, er stehe kurz davor, über eine massive, beispiellose Militäroperation gegen den Iran zu entscheiden.
Der Schweizer Franken (CHF) könnte Unterstützung erhalten, da die Rendite 10-jähriger Schweizer Staatsanleihen inmitten der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und steigender Energiekosten auf ein Zweimonatshoch von rund 0,52% gestiegen ist.
Der starke Anstieg der Schweizer Anleiherenditen signalisiert wachsende Anlegerängste hinsichtlich der Inflation und der künftigen Geldpolitik. Erwartete Devisenmarktinterventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), insbesondere der Verkauf von CHF, dürften jedoch plötzliche Währungssprünge begrenzen.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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