Rupiah stürzt ab: Indonesiens Währung fällt auf Rekordtief
| |Übersetzung überprüftZum OriginalElias Haddad von Brown Brothers Harriman (BBH) berichtet, dass der USD/IDR-Kurs erstmals über die Marke von 18.000 gestiegen ist, während indonesische Aktien auf Mehrjahrestiefs gefallen sind. Als Gründe nennt Haddad Sorgen um die Unabhängigkeit der indonesischen Notenbank, eine mögliche Neueinstufung durch MSCI, eine vorsichtigere Haltung von Ratingagenturen sowie Belastungen durch einen Energieschock infolge der Lage in der Straße von Hormus. Trotz einer aus fundamentaler Sicht starken Unterbewertung dürfte die indonesische Rupiah (IDR) vorerst weiter unter Druck bleiben.
USD/IDR auf Rekordhoch, Aktienmarkt unter Druck
„USD/IDR ist auf ein neues Rekordhoch von über 18.000 gestiegen, während der Jakarta Composite Index auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gefallen ist. Auslöser sind Befürchtungen über eine mögliche Aushöhlung der Unabhängigkeit der Bank Indonesia (BI).“
„Das indonesische Parlament hat heute ein Gesetz verabschiedet, das die Förderung des Wirtschaftswachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen ausdrücklich in den Aufgabenbereich der Bank Indonesia aufnimmt – neben Preisstabilität und finanzieller Stabilität. Dies könnte die Geldpolitik stärker auf die Unterstützung des ehrgeizigen Ziels von Präsident Prabowo ausrichten, ein reales BIP-Wachstum von 8 Prozent zu erreichen, anstatt den Fokus auf Inflation und die Rupiah zu legen.“
„Die Rupiah und indonesische Aktien bilden seit Jahresbeginn das Schlusslicht in ihren jeweiligen Vergleichsgruppen. Belastet werden sie unter anderem durch die Möglichkeit einer Neueinstufung durch MSCI sowie durch eine vorsichtigere Haltung der Ratingagenturen.“
„Die durch eine Blockade der Straße von Hormus ausgelösten Störungen der Energieversorgung haben die Probleme an den indonesischen Finanzmärkten zusätzlich verschärft. Indonesien ist Nettoimporteur von Rohöl, wobei rund 25 Prozent seiner Ölimporte die Meerenge passieren.“
„Die Unterbewertung der Rupiah erscheint im Vergleich zu den heimischen Fundamentaldaten überzogen. Solange der Energieschock jedoch anhält, dürfte die Währung weiter unter Abwärtsdruck bleiben.“
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