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Ripple Prognose: Crash-Alarm bei XRP – Chance oder Falle?

Ripple im freien Fall – und Anleger fragen sich: War das schon der Boden oder droht der nächste Absturz? Der Kurs von XRP steht weiter unter Druck. Seit dem Rekordhoch bei 3,66 US-Dollar im Juli ging es um rund 63 % nach unten. Aktuell hält sich der Remittance-Token nur knapp über einer entscheidenden Unterstützungszone bei 1,35 US-Dollar. Nach oben wartet bereits die erste Hürde: eine markante Angebotszone ab 1,40 US-Dollar. Viel Platz für Euphorie bleibt da nicht.

Der Absturz von Ripple passt ins Bild eines angeschlagenen Gesamtmarkts. Die Marktkapitalisierung des Kryptosektors ist laut CoinGecko auf 2,28 Billionen US-Dollar gefallen – nach zuvor 4,4 Billionen US-Dollar auf dem Allzeithoch. Risk-off-Stimmung dominiert. Viele Investoren halten sich zurück. Doch genau jetzt lohnt sich ein zweiter Blick auf das XRP-Ökosystem. Denn hinter den Kulissen hat sich einiges verändert.

Ripple unter Druck – aber im Hintergrund passiert Entscheidendes

Während der Kurs schwächelt, arbeitet das XRP-Ökosystem an tiefgreifenden strukturellen Erweiterungen. Neue technische Integrationen, veränderte Liquiditätsstrukturen und zusätzliche Renditeansätze könnten langfristig Einfluss darauf haben, wie Anleger mit dem XRP Ledger (XRPL) interagieren.

Im Fokus stehen dabei die XRPL EVM Sidechain, die XRPFi-Migration, native Yield-Konzepte, Interoperabilität über Axelar und die wachsende On-Chain-Liquidität. Wer eine fundierte Ripple Prognose ableiten will, kommt an diesen Entwicklungen nicht vorbei.

XRPL EVM Sidechain – Ripple wird programmierbar

Der XRP Ledger galt von Beginn an als schnell, skalierbar, kostengünstig, sicher und zuverlässig. Genau diese Eigenschaften machten ihn attraktiv für Zahlungs- und Settlement-Anwendungen. Doch die Blockchain-Welt entwickelte sich weiter – und mit ihr die Erwartungen.

Ripple reagierte auf die steigende Nachfrage nach programmierbaren und flexiblen Lösungen mit einer strategischen Erweiterung: der XRPL EVM Sidechain. Sie integriert Programmierbarkeit in das XRPL-Ökosystem und schlägt eine Brücke zum Ethereum-Solidity-Universum.

Offiziell live ging die XRPL EVM Sidechain am 30. Juni 2025. Ripple bezeichnet sie als komplementäres Netzwerk, das neue Anwendungsfälle ermöglichen soll. XRP bleibt dabei zentral: Der Token wird genutzt, um Gebühren zu zahlen sowie Smart Contracts und Deployments zu unterstützen.

Die Sidechain kann als Layer-2-Erweiterung verstanden werden. Ziel ist es, Infrastruktur zu skalieren, Use Cases auszubauen und den XRPL an die Anforderungen moderner Blockchain-Anwendungen anzupassen.

Drei Säulen der neuen Ripple-Welt

Die XRPL EVM Sidechain basiert auf drei Kernprinzipien: Programmierbarkeit, Skalierbarkeit und Interoperabilität.

XRP, das auf die Sidechain gebridged wird, bleibt nativ auf dem XRPL-Mainnet gesperrt. Gleichzeitig entsteht eine synthetische Version für den Einsatz in dApps. Kapital wird mobilisiert, ohne die Sicherheit des Mainnets zu gefährden.

Ripple zufolge sind inzwischen mehr als 90 Akteure im XRPL-EVM-Umfeld aktiv. Die Spannweite reicht von DeFi über Real-World-Assets (RWAs) bis hin zu Infrastrukturprojekten und DAOs.

Die XRPFi-Migration – Angriff auf neue Anwendungsfelder

Mit der Sidechain öffnet sich Ripple stärker für DeFi-ähnliche Strukturen. Das Ökosystem versucht, sich vom reinen Zahlungsnetzwerk hin zu einer programmierbaren Finanz- und Asset-Infrastruktur zu entwickeln.

Für eine Ripple Prognose bedeutet das: Das langfristige Narrativ verschiebt sich. Weg von „nur Transaktionsnetzwerk“, hin zu „Baustein für digitale Finanzarchitektur“.

mXRP – Der Startschuss für die Yield-Ära

Eine der auffälligsten Neuerungen ist mXRP, ein Liquid-Staking-Token, vorgestellt von Midas und Interop Labs im September.

Laut CoinDesk ist mXRP direkt mit dem XRP-Ökosystem verknüpft. Der Token wird auf der XRPL-EVM-Sidechain gemintet und im Rahmen eines tokenisierten Zertifikats-Frameworks genutzt.

mXRP soll Kapital freisetzen, das bislang ungenutzt im XRP-Ökosystem liegt. Anleger können Liquidität bereitstellen und gleichzeitig Rendite erzielen.

Zum Start bot mXRP bis zu 10 % APY für On-Chain-Holder. Dabei bleibt Liquidität erhalten – ein wichtiger Punkt für institutionelles Custody oder weitere Anwendungen.

EU-Rahmenwerk und institutionelle Struktur

mXRP wird von Midas unter einem von der Europäischen Union genehmigten Rahmen emittiert. Einlagen werden über Hyperithm verwaltet, ein institutionelles Digital-Asset-Gateway.

Der Token spiegelt laut Darstellung Sicherheits-, Skalierungs- und Zuverlässigkeitsmerkmale des XRPL wider.

Axelar – Die Brücke zwischen XRP und DeFi-Welten

Axelar ermöglicht sichere Transfers zwischen XRPL und XRPL-EVM. Darüber hinaus verbindet das Netzwerk mehr als 80 weitere Blockchains.

mXRP kann zurück in sichere Verwahrung transferiert, als Collateral genutzt oder in andere DeFi-Ökosysteme verschoben werden.

Bis Oktober entwickelte sich mXRP laut Angaben zum am schnellsten wachsenden Yield-Produkt von Midas.

Delta-neutrale Strategien – Rendite ohne Richtungsrisiko?

Axelar erklärte, dass das mXRP-Portfolio über delta-neutrale Strategien gemanagt wird. Ziel ist XRP-denominierter Yield ohne direkte Abhängigkeit von XRP-Preisbewegungen.

Genannt werden Arbitrage- und Basis-Trading-Strategien, die Funding-Differenzen zwischen Märkten ausnutzen.

XRPL AMM – Liquidität explodiert

Parallel wächst die AMM-Infrastruktur des XRP Ledger rasant. Nahezu 27.000 aktive Liquiditätspools ermöglichen Handel über ein Ökosystem mit mehr als 16.000 einzigartigen Tokens.

Im Unterschied zu klassischen Smart-Contract-DEXs ist der XRPL-AMM protokoll-nativ integriert. Das kann Kapital effizienter einsetzen und Ausführungsrisiken reduzieren.

Die Liquiditätstiefe liegt bei über 11,5 Millionen XRP.

Weniger Slippage, geringere Kosten, neue Chancen

Für Investoren bedeutet der Ausbau des XRPL-AMM potenziell geringere Transaktionskosten, weniger Slippage und zusätzliche Yield-Möglichkeiten.

Stablecoins wie RLUSD spielen dabei eine zentrale Rolle.

RLUSD – Ripple zielt auf Institutionen

Seit dem Start im Dezember 2024 entwickelte sich RLUSD zu einem zentralen Baustein der XRPL-Strategie.

Der Stablecoin verfolgt einen „regulatory first“-Ansatz unter der NYDFS Trust Charter. Das spricht gezielt institutionelle Investoren an.

RLUSD wurde unter anderem mit Custodians wie BNY Mellon und Prime Brokerages integriert.

Ein Mastercard-Pilotprojekt könnte künftig Echtzeit-Kartenzahlungen ermöglichen.

Die Marktkapitalisierung liegt laut CoinGecko bei 1,5 Milliarden US-Dollar.

XRP-Crash: Von Rekordhoch zur Ernüchterung

Der Höhenflug von XRP endete abrupt. Vom Juli-Hoch bei 3,66 US-Dollar fiel der Kurs um über 63 % auf 1,33 US-Dollar.

Politische und makroökonomische Gegenwinde

Belastend wirken regulatorische Unsicherheiten rund um den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act), makroökonomische Spannungen sowie geopolitische Risiken.

Zusätzlich sorgte die Reaktion von US-Präsident Donald Trump auf das Supreme-Court-Urteil, wonach die meisten reziproken Zölle illegal seien, für Verunsicherung an den Märkten.

Futures-Daten schlagen Alarm

Das Futures Open Interest fiel auf 2,29 Milliarden US-Dollar – nach 10,94 Milliarden US-Dollar im Juli.

Das signalisiert sinkende Risikobereitschaft und nachlassendes Vertrauen vieler Marktteilnehmer.

Technische Lage: Der Abwärtstrend bleibt intakt

XRP notiert unter dem 50-Wochen-EMA sowie unter dem 100- und 200-Wochen-EMA. Diese gleitenden Durchschnitte bündeln sich zwischen 1,40 und 2,08 US-Dollar.

Der SuperTrend-Indikator bleibt bearish. Die MACD-Linie liegt unter ihrer Signallinie. Der RSI pendelt nahe 32 – schwaches Momentum, aber noch kein extremer Ausverkauf.

Ripple Prognose: Wo entscheidet sich die Richtung?

Erste Widerstände liegen bei 1,65 US-Dollar, gefolgt von 1,90 und 2,05 US-Dollar.

Auf der Unterseite bildet 1,33 US-Dollar die nächste kritische Unterstützung. Darunter rücken 1,20 und 1,05 US-Dollar in den Fokus.

Ein Wochenschluss über 1,90 US-Dollar wäre nötig, um das bearishe Bild spürbar zu entschärfen.

Mein Fazit zur Ripple Prognose

Kurzfristig bleibt Ripple charttechnisch angeschlagen. Schwaches Sentiment, fallendes Open Interest und ein klarer Abwärtstrend dominieren.

Gleichzeitig baut das XRPL-Ökosystem an neuen Fundamenten: programmierbare Sidechain-Strukturen, Yield-Produkte wie mXRP, wachsende AMM-Liquidität und institutionelle Stablecoin-Integrationen über RLUSD.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: Wohin läuft der Kurs morgen? Sondern: Wann beginnt der Markt, diese strukturellen Veränderungen einzupreisen?

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