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Ölmarkt unter Strom: Iran-Gespräche und Winterchaos treiben die Preise

Das Rohstoffteam der Commerzbank unter Leitung von Barbara Lambrecht stellt fest, dass die Volatilität am Ölmarkt zugenommen hat, da die Märkte die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie aktualisierte Prognosen der IEA, EIA und OPEC verfolgen. Kurzfristig sieht die Bank Unterstützung für Brent, da Winterstürme und Förderausfälle das Angebot dämpfen und die Nachfrage ankurbeln. Für das weitere Jahr 2026 rechnet sie jedoch mit einem erneuten Überangebot und sinkenden Preisen, sobald die Förderung der OPEC+ steigt.

Kurzfristige Unterstützung, längerfristiger Gegenwind

„Auch am Ölmarkt hat die Volatilität zugenommen. Der Hauptfokus dürfte heute auf den Gesprächen zwischen Iran und den USA liegen. Im Vorfeld der Gespräche gerieten die Ölpreise unter Druck, da dies Hoffnungen auf eine Entspannung des Konflikts nährte, der zuvor zu eskalieren drohte.“

„Zum Auftakt der Gespräche dämpfte Iran jedoch die Erwartungen an eine schnelle Einigung. Sollte sich die Lage wieder zuspitzen, könnte der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl erneut auf 70 US-Dollar steigen.“

„In der kommenden Woche werden die drei Energieagenturen ihre neuen Prognosen vorlegen. Angesichts der Kälte dürften sie ihre Erwartungen an die globale Ölnachfrage für das laufende Jahr nach oben revidieren, während die Produktionsschätzungen aufgrund zahlreicher Ausfälle voraussichtlich nach unten angepasst werden.“

„Grundsätzlich halten wir jedoch an unserer Einschätzung fest, dass ein Überangebot im Jahresverlauf zu fallenden Preisen führen wird. Die Produktionsausfälle sind schließlich nur vorübergehend, und die OPEC+ dürfte ihre Förderung ab April weiter erhöhen.“

„Alles in allem dürfte das Überangebot am Ölmarkt zu Jahresbeginn deutlich geringer ausgefallen sein als zuvor erwartet. Die IEA hatte ihre Erwartungen an den Angebotsüberschuss bereits im Vormonat nach unten korrigiert. Das sollte die Preise vorerst stützen.“

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