Öl-Schock trifft Asiens Währungen – diese Länder stehen besonders unter Druck
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDer Chef-Devisenanalyst der japanischen Großbank MUFG, Michael Wan, warnt, dass anhaltende Ölpreisspitzen infolge des Iran-Konflikts die meisten asiatischen Währungen belasten würden. Die Volkswirtschaften der Region seien überwiegend Nettoimporteure von Öl. Besonders anfällig sieht er den südkoreanischen Won (KRW), die indische Rupie (INR) und den philippinischen Peso (PHP), während der chinesische Yuan (CNH) und der malaysische Ringgit (MYR) vergleichsweise widerstandsfähig erscheinen. Zudem könnten sich Zinssenkungen verzögern und die Terminkurven am Devisenmarkt in Asien steiler werden.
Folgen eines Ölpreisschubs für asiatische Währungen
„Für die asiatischen Devisenmärkte gilt: Ein lang anhaltender und eskalierender Konflikt mit dauerhaft hohen Ölpreisen dürfte die Währungen Asiens belasten, da die meisten Länder unserer Region Nettoimporteure von Öl sind.“
„Sollten deutliche Ölpreisanstiege anhalten, halten wir insbesondere KRW, INR und in gewissem Umfang auch den PHP für anfälliger – aufgrund ihrer Abhängigkeit von Ölimporten sowie der höheren Zyklizität des Won. CNH und MYR dürften sich im asiatischen Vergleich hingegen als relativ widerstandsfähig erweisen.“
„Aus Inflationssicht zeigt unsere Analyse, dass die Verbraucherpreise in Asien um etwa 0,1 bis 0,9 Prozentpunkte steigen könnten. Am empfindlichsten gegenüber höheren Ölpreisen sind dabei Thailand, Vietnam, die Philippinen und Südkorea.“
„Insgesamt gehen wir nicht davon aus, dass asiatische Zentralbanken allein wegen dieses Risikos die Zinsen anheben werden. Allerdings könnten Zinssenkungen etwa auf den Philippinen und in Indonesien verzögert werden, während sich die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen in Märkten wie Indien und Südkorea weiter verringern dürfte.“
„Zudem dürften sich die Devisen-Terminmarktkurven in diesen asiatischen Märkten etwas versteilen, was auch höhere Risikoprämien widerspiegelt. Aus globaler Sicht erwarten wir kurzfristig eine relative Stärke sicherer Häfen wie des japanischen Yen, während stärker konjunkturabhängige Währungen wie der australische Dollar eher unter Druck geraten dürften.“
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