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Öl-Schock treibt Preise: Inflation in der Eurozone steigt stärker als erwartet

Der Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer stellt fest, dass die Inflation im Euroraum im Februar auf 1,9 Prozent gestiegen ist, nach 1,7 Prozent im Januar. Die Kerninflation lag bei 2,4 Prozent. Beide Werte lagen über den Erwartungen. Nach Einschätzung der Bank hängt ein Teil des Anstiegs mit höheren Energiepreisen infolge des Konflikts im Iran zusammen. Für das zweite Quartal 2026 könnte die Inflation im Euroraum auf etwa 2,4 Prozent steigen – oder auf nahezu 3 Prozent, falls sich der Brent-Ölpreis nahe 100 US-Dollar stabilisiert.

Ölgetriebene Risiken für die Inflation im Euroraum

„Die Inflation im Euroraum ist im Februar auf 1,9 Prozent gestiegen, nach 1,7 Prozent im Januar. Die Kerninflation ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak erhöhte sich ebenfalls um zwei Zehntel auf 2,4 Prozent. Ökonomen hatten erwartet, dass die Inflation unverändert bleibt. In gewisser Weise wirft der Krieg im Iran bereits seine Schatten voraus: Die Energiepreise waren schon im Februar aufgrund der gestiegenen Spannungen gestiegen.“

„Mit Beginn der Militärschläge der USA und Israels gegen Iran sprang auch der Preis für Brent-Rohöl deutlich auf über 80 US-Dollar je Barrel. Zunächst dürfte der Anstieg der Ölpreise vor allem die Preise für Benzin und Heizöl beeinflussen – rund zwei Drittel der Inflationseffekte in den ersten drei Monaten gehen auf direkte Preissteigerungen bei Kraftstoffen und anderen Energiepreisen zurück. Auf etwas längere Sicht dürfte jedoch auch die Kernrate – also die Inflation ohne die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie – durch indirekte Effekte steigen.“

„Gleichzeitig deuten Terminkontrakte auf Rohöl darauf hin, dass Marktteilnehmer bis zum Jahresende mit einer Stabilisierung der Ölpreise rechnen. Auch unsere Annahme zum Verlauf des Konflikts ist, dass er nicht viele Monate andauern wird. Auf dieser Grundlage könnte die Inflation im Euroraum im zweiten Quartal auf rund 2,4 Prozent steigen.“

„Sollte der Konflikt hingegen weiter eskalieren und sich der Ölpreis dauerhaft bei 100 US-Dollar einpendeln, könnte die Inflation im restlichen Jahresverlauf bei etwa 3 Prozent liegen.“

„Wenn der Krieg im Iran anhält, dürfte die Inflation im Euroraum die Erwartungen der Europäischen Zentralbank übertreffen. Dennoch rechnen wir nicht mit Zinserhöhungen durch die EZB.“

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