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Öl-Schock aus Iran setzt Europas Märkte unter Druck – EZB mahnt zur Ruhe

BNY-Marktstratege Bob Savage sieht Vermögenswerte im Euroraum weiterhin empfindlich gegenüber dem durch den Iran-Konflikt ausgelösten Energieschock. Zugleich betonen Vertreter der Europäischen Zentralbank Geduld bei den Zinsen trotz gestiegener Ölpreise. Frankreichs Notenbankchef François Villeroy de Galhau sieht derzeit keinen Anlass für eine Zinserhöhung, während Bundesbankpräsident Joachim Nagel Inflationsrisiken mit der Dauer des Konflikts verknüpft.

EZB-Ton und Energiepreise

„Abgesehen von möglichen Problemen bei der Energieversorgung dürfte der fiskalische Impuls als Reaktion darauf zunehmen. Das wird die Fähigkeit der Zentralbanken weiter einschränken, Inflationserwartungen einzudämmen – insbesondere dann, wenn in einem Umfeld steigender finanzieller Spannungen durch Dollar- und Spread-Entwicklungen zugleich der Druck zu Lockerungen wächst.“

„Der Ton der EZB im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt verstärkt die Sorgen am europäischen Anleihemarkt, wobei der Blick besonders auf Frankreich gerichtet ist.“

„Der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, hat erklärt, es gebe derzeit keinen Grund, die Zinsen als Reaktion auf die durch den Krieg im Iran gestiegenen Ölpreise anzuheben. Zugleich betonte er, dass die Entscheidungsträger die Lage bei ihrer nächsten Sitzung in zwei Wochen erneut bewerten werden.“

„Er wies darauf hin, dass Zentralbanken in der Regel über einmalige Energieschocks hinwegsehen und die aktuelle Situation nicht mit dem Inflationsschub im Jahr 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine vergleichbar sei.“

„Er räumte jedoch ein, dass der Konflikt einen negativen Schock für die europäische Wirtschaft darstellt. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos warnte, dass nun ‚ein anderer Ansatz‘ in der Geldpolitik erforderlich sei.“

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