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Öl-Schock aus dem Nahen Osten: Europa fürchtet neue Energiekrise

Ökonomen von Standard Chartered sehen Europa durch den Konflikt im Nahen Osten vor einem erneuten Energieschock. Die Preise für Öl und Erdgas sind deutlich gestiegen. Nach Einschätzung der Experten könnten EU-Regierungen erneut Notfallmaßnahmen nach dem Vorbild der Jahre 2022 und 2023 prüfen. Für die Zentralbanken – darunter die Europäische Zentralbank und die Bank of England – dürfte ein kurzfristiger Preisschub zunächst weitgehend ausgeblendet werden, auch wenn sich der Zeitpunkt für Zinssenkungen in Großbritannien verschieben könnte.

Energieschock lässt Maßnahmen aus der Krise 2022 wieder aufleben

„Der Energieschock infolge des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten wird für die europäischen Entscheidungsträger zunehmend zu einem Problem.“

„Die Regierungen in der EU holen wahrscheinlich das Maßnahmenpaket aus der Energiepreiskrise 2022/23 wieder hervor.“

„Noch herrscht zwar keine Panik, doch könnten politische Entscheidungsträger bereits über Instrumente nachdenken, um Preise zu deckeln, den Erdgasverbrauch zu senken, die Energieverteilung innerhalb Europas zu sichern und – wo möglich – Erdgas durch andere Energieträger zu ersetzen, falls die Preise weiter steigen und über längere Zeit hoch bleiben.“

„Für die Zentralbanken stellt die aktuelle Lage ein Dilemma dar, da sie gegensätzliche Risiken aus höherer Inflation und schwächerer Nachfrage gegeneinander abwägen müssen.“

„Wir gehen davon aus, dass sie einen kurzfristigen Preisschock weitgehend ausblenden werden. Dennoch verschieben wir unsere Erwartung für die nächste Zinssenkung der Bank of England auf das zweite Quartal (von zuvor dem ersten Quartal) und sehen erhöhte Risiken für unsere Zinssenkungsprognosen für die Zeit später im Jahr 2026. Zugleich dürfte die Bereitschaft für Zinserhöhungen vorerst gering sein.“

„Sollte sich der Energieschock als dauerhafter erweisen, wäre unserer Ansicht nach eine Kehrtwende hin zu Zinserhöhungen nur bei einem klaren Anstieg der Inflationserwartungen wahrscheinlich. Zinssenkungen sollten dagegen nicht ausgeschlossen werden, falls sich die Rezessionsrisiken deutlich verstärken.“

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