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Nahost-Krise, teure Energie, Kreditrisiken: Darum könnte der Dollar steigen

Der Devisenexperte Chris Turner von ING weist darauf hin, dass anhaltende geopolitische Risiken im Nahen Osten und hohe Energiepreise den US-Dollar stützen. Der Dollar-Index DXY könnte sich nach Einschätzung des Analysten wieder an das obere Ende der jüngsten Handelsspanne bewegen. Zugleich verweist Turner auf zunehmende Sorgen rund um den US-Markt für private Kredite.

Geopolitik, Energie und Kreditrisiken

„Angesichts der großen Unsicherheit gehen wir davon aus, dass der Dollar heute an das obere Ende der jüngsten Handelsspannen heranrücken kann. Der Markt wird weiterhin stark auf die europäischen Erdgaspreise schauen, und sollten diese heute erneut steigen, könnte sich der DXY wohl wieder in Richtung der Marke von 99,40 bis 99,50 bewegen.“

„Mit Blick auf die USA hat die gestern veröffentlichte Beige-Book-Ausgabe der US-Notenbank vor der FOMC-Sitzung am 18. März ein gemischtes Bild gezeigt. Das Wachstum wirkt uneinheitlich beziehungsweise gedämpft, ähnlich wie der Arbeitsmarkt. Teilweise deutet sich an, dass Unternehmen bereit sein könnten, die Kosten aus Zöllen an die Verbraucher weiterzugeben. Gleichzeitig bestehen Zweifel, ob Konsumenten – insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen – diese Belastung tragen können.“

„Darüber hinaus sehen wir zunehmend Schlagzeilen zum US-Markt für private Kredite und insbesondere zu Mittelabflüssen bei sogenannten Business Development Companies (BDCs). Dabei handelt es sich um Investmentgesellschaften, die sich vor allem an wohlhabende Privatanleger richten, die nach alternativen Anlagestrategien suchen. Die eingesammelten Gelder werden traditionell in kleine und mittelgroße Unternehmen investiert.“

„Einige bekannte BDCs, etwa von Blue Owl und Blackstone, verzeichnen derzeit erhebliche Mittelabzüge, da Anleger befürchten, dass ihre Gelder zur Finanzierung des KI-Booms bei einigen Softwareunternehmen verwendet wurden. Am Markt richtet sich der Blick nun auf das Ausmaß möglicher weiterer Rücknahmen, darauf, ob BDCs Auszahlungen begrenzen oder stoppen, und ob sie möglicherweise illiquide Anlagen verkaufen müssen, um Rückgaben von Anlegern bedienen zu können.“

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