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Nahost-Hoffnung beflügelt Osteuropa-Währungen – Notenbanken vor Zinsentscheidung

ING-Analyst Frantisek Taborsky weist darauf hin, dass Schlagzeilen über ein mögliches Ende des Konflikts zwischen den USA und dem Iran eine Risiko-Rally an den Märkten ausgelöst haben. Davon profitierten auch die Währungen Mittel- und Osteuropas, die ihre jüngsten Verluste wettmachen konnten. Für die kommende Woche erwartet er eine Zinserhöhung der Tschechischen Nationalbank. Bei der Ungarischen Nationalbank geht er im Basisszenario von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte aus, hält aber auch einen Schritt um 50 Basispunkte für möglich, falls der Euro im Zuge einer Entspannung nach dem Konflikt in Richtung 350 Forint fällt.

Regionale Währungen profitieren von risikofreundlicher Stimmung

„Die gestrigen Schlagzeilen über ein mögliches Ende des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die Märkte rasch wieder in den Risiko-Modus versetzt. Davon profitierten die mittel- und osteuropäischen Währungen noch vor Handelsschluss. Der Zloty machte seine vorherigen Verluste wett, nachdem er den oberen Rand der aktuellen Handelsspanne von 4,225 bis 4,260 erreicht hatte. EUR/HUF testete neue Tiefstände unterhalb von 354, und zum heutigen Handelsauftakt ist mit einer positiven Stimmung zu rechnen.“

„Aus Sicht der Ölpreise scheint der aktuelle Rückgang derzeit nicht ausreichend zu sein, um das Denken der Zentralbanken zu verändern. Der Geist ist bereits aus der Flasche, und die Auswirkungen auf die Inflation sind bereits sichtbar.“

„Unserer Einschätzung nach hat sich die Tschechische Nationalbank bereits auf eine Zinserhöhung in der kommenden Woche festgelegt. Selbst ein rasches Ende des Konflikts zwischen den USA und dem Iran würde daran nichts ändern.“

„Bei der Ungarischen Nationalbank könnte die Lage anders aussehen. Zwar bleibt eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in zwei Wochen unser Basisszenario, doch ein Schritt um 50 Basispunkte kann nicht ausgeschlossen werden. Sollte der Forint in einer positiven Stimmung nach dem Konflikt rasch auf Werte nahe 350 je Euro aufwerten, könnte dies die Sichtweise der Notenbank verändern und den Lockerungszyklus beschleunigen.“

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