Japans Wirtschaftsminister: Höhere Kosten kommen nur langsam bei Kunden an
| |Übersetzung überprüftZum OriginalJapans Wirtschaftsminister Minoru Kiuchi sagte während der europäischen Handelssitzung am Dienstag, dass die Gesamtauswirkungen des Anstiegs der Warenkosten noch nicht weitergegeben worden seien. Kiuchi fügte hinzu, dass sowohl die Regierung als auch die Bank of Japan (BoJ) eng zusammenarbeiten, um ein nachhaltiges Inflationsziel von 2% zu erreichen.
Bemerkungen
Der Gesamt-CPI für Juni zeigt, dass die Preissteigerungen im Jahresvergleich moderat bleiben.
Es muss wachsam beobachtet werden, dass sich die Weitergabe der Kosten auf Lebensmittel von Sommer bis Herbst fortsetzen könnte.
Die Regierung teilt mit der BoJ die Prognose, dass sich die Verbraucherinflation in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen und danach verlangsamen wird
Hoffe, dass die BoJ eine angemessene Geldpolitik betreibt, um ihr Inflationsziel von 2 % stabil und nachhaltig zu erreichen.
Hoffe, dass die BoJ eng mit der Regierung kommuniziert, wenn sie die Politik steuert.
Werde mich nicht zu einem bestimmten FX-Niveau äußern, beobachte aber die Auswirkungen von FX-Bewegungen auf Wirtschaft und Preise genau.
Marktreaktion
Nach den Äußerungen von Japans Wirtschaftsminister Kiuchi ist keine unmittelbare Reaktion beim japanischen Yen zu sehen. Bei Redaktionsschluss handelt USD/JPY nahe seinem Intraday-Hoch bei rund 157,65.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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