Japanischer Yen steigt leicht an, da Befürchtungen vor Interventionen zurückkehren
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- USD/JPY verzeichnet am Mittwoch im frühen asiatischen Handel leichte Verluste um 162,35.
- Schwächere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten veranlassten Händler, die Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen in diesem Jahr zu reduzieren.
- Die japanischen Behörden haben gewarnt, dass sie bereit sind, bei übermäßiger Volatilität, die die Finanzstabilität bedroht, am Devisenmarkt zu intervenieren.
Das Währungspaar USD/JPY handelt am Mittwoch im frühen asiatischen Handel mit leichten Verlusten nahe 162,35. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD), da Händler weiterhin auf Anzeichen möglicher Interventionen der japanischen Behörden zur Unterstützung der Währung achten. Die Sitzungsprotokolle der Federal Reserve (Fed) vom Juni werden später am Mittwoch veröffentlicht.
Die Erwartungen an weitere US-Zinserhöhungen haben sich nach schwächeren als erwarteten Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten verringert, was den Greenback belastet. John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of New York, erklärte am Dienstag, dass er aufgrund des jüngsten Rückgangs der Energiepreise, der seiner Erwartung nach anhalten wird, etwas weniger besorgt über den Zustand des Preisauftriebs in der Wirtschaft sei.
Unterdessen erklärte Fed-Gouverneur Christopher Waller am Montag, dass Forward Guidance unter den richtigen Umständen ein wertvolles Instrument sein kann, aber auch problematisch sein kann, wenn sie unsachgemäß eingesetzt wird.
Die Händler werden am Mittwoch die Fed-Protokolle, die ersten unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, genau beobachten, um weitere Hinweise auf den Ausblick der US-Zinspolitik zu erhalten.
Die Märkte preisen nun etwa 26 Basispunkte (bps) an Fed-Zinserhöhungen bis Dezember ein, nach etwa 38 bps vor einer Woche, so Daten von LSEG.
Die Händler sind wegen möglicher Interventionen der japanischen Behörden in höchster Alarmbereitschaft, die den Aufwärtstrend des Paares begrenzen könnten. Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte, dass die Behörden jederzeit bereitstehen, um die Währung zu stützen. Katayama erklärte weiter, dass Japan und die USA in engem Kontakt bezüglich der Devisenpolitik bleiben.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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