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Japanischer Yen schwächt sich gegenüber dem USD ab, da Spannungen im Iran und Zinsdifferenzen Interventionen entgegenwirken

  • USD/JPY zieht am Montag starke Käufer an, gestützt durch eine Kombination von Faktoren.
  • Wirtschaftliche Risiken und die große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan schwächen weiterhin den JPY.
  • Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran sowie steigende Fed-Zinserhöhungserwartungen stärken den USD und unterstützen das Paar.

Das USD/JPY-Paar baut auf der späten Erholung vom Freitag aus der Region 161,30-161,25 auf und gewinnt zu Beginn der neuen Woche starke positive Fahrt. Das Momentum hebt die Kassapreise während der asiatischen Sitzung wieder über die runde Marke von 162,00 und wird von einer Kombination unterstützender Faktoren getragen.

Die USA haben am Wochenende eine neue Runde von Angriffen auf den Iran gestartet, nachdem Teheran die Schließung der Straße von Hormus angekündigt hatte. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Militärstützpunkte im Golf und fügte den globalen Energiemärkten neue Unsicherheiten hinzu. Da Japan auf die kritische Wasserstraße für über 90 % seiner Rohölimporte angewiesen ist, weckt die jüngste Entwicklung Sorgen um die japanische Wirtschaft. Zudem hält die anhaltend große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan den sogenannten Carry Trade aktiv und schwächt den japanischen Yen (JPY). Dies, zusammen mit einem insgesamt festeren US-Dollar (USD), verleiht dem USD/JPY-Paar zusätzliche Unterstützung und trägt zur intraday-Aufwärtsbewegung bei.

Die US-Notenbank (Fed) wird erwartet, ihren Leitzins im Juli in einer Zielspanne von 3,50 % bis 3,75 % zu belassen, während die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins auf 1,0 % normalisiert hat – den höchsten Stand seit 1995. Dies lässt jedoch weiterhin eine Lücke von rund 250 bis 275 Basispunkten (bps), die ein wesentlicher Faktor für die relative Underperformance des JPY ist. Der USD zieht hingegen sichere Zuflüsse an, angesichts einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran. Hinzu kommt, dass steigende Rohölpreise inflationsbedingte Sorgen wiederbeleben und Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026 stärken, was als weiterer Faktor gilt, der den USD und das USD/JPY-Paar unterstützt.

Unterdessen bleiben Händler angesichts wachsender Spekulationen, dass die japanischen Behörden erneut eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen, in erhöhter Alarmbereitschaft. Dies könnte die JPY-Bären davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und das Währungspaar unter dem vier Jahrzehnte alten Hoch halten, das Anfang dieses Monats erreicht wurde. Mangels relevanter marktrelevanter Wirtschaftsdaten werden die Händler am Montag auf Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder während der nordamerikanischen Sitzung achten. Der Fokus wird jedoch weiterhin auf den neuesten US-Inflationszahlen und der Kongressanhörung von Fed-Chef Kevin Warsh liegen, die im weiteren Verlauf der Woche einen bedeutenden Impuls geben sollten.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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