Japanischer Yen im Aufwind: Warum USD/JPY jetzt weiter fallen könnte
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDer japanische Yen hat gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert gewonnen. Erstmals seit Anfang September fiel das Währungspaar USD/JPY wieder unter die Marke von 157. Commerzbank-Analyst Volkmar Baur sieht mehrere Faktoren, die der japanischen Währung in den kommenden Monaten zusätzlichen Rückenwind geben könnten. Dazu zählen eine Inflationsrate, die sich oberhalb von zwei Prozent stabilisiert, und eine Bank of Japan (BoJ), die zunehmend bereit scheint, geldpolitisch darauf zu reagieren. Auch die anhaltende Rückführung japanischen Kapitals aus dem Ausland sowie die steigende Nachfrage ausländischer Investoren nach japanischen Anleihen dürften den Yen stützen.
Yen profitiert von Geldpolitik und Kapitalzuflüssen
„Der japanische Yen hat gestern zeitweise deutlich aufgewertet. Dabei fiel USD/JPY erstmals seit der verbalen Intervention von Scott Bessent Anfang September wieder unter die Marke von 157.“
„Die Inflation in Japan scheint sich bei rund zwei Prozent einzupendeln. Es gibt sogar Anzeichen dafür, dass sie noch weiter steigen könnte. Während die allgemeine Inflationsrate heute Morgen bei 2,1 Prozent lag, erhöhte sich die Kernrate ohne Energie und frische Lebensmittel auf 2,3 Prozent. Anders als in der Vergangenheit scheint die Bank of Japan inzwischen zunehmend bereit zu sein, auf diese Entwicklung angemessen zu reagieren.“
„Zumindest war das die Botschaft vom Mittwoch, als der stellvertretende Notenbankchef Himino vor dem Parlament erklärte, dass sich die Inflation dem Ziel von zwei Prozent angenähert habe. Eine zu langsame Normalisierung der Geldpolitik könnte der Wirtschaft deshalb schaden.“
„In der Woche bis zum 17. Oktober verkauften japanische Investoren bereits die fünfte Woche in Folge ausländische Anleihen und führten die Erlöse nach Japan zurück. Gleichzeitig traten ausländische Anleger am japanischen Anleihemarkt die dritte Woche in Folge als Nettokäufer auf.“
„Beide Entwicklungen dürften sich in den kommenden Monaten fortsetzen: die weitere Normalisierung der Geldpolitik durch die Bank of Japan und die zunehmende Rückkehr von Kapital nach Japan. Beides sollte dem Yen zusätzlichen Rückenwind geben.“
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