Inflations-Schock droht: Steigende Sprit- und Lebensmittelpreise setzen Australien unter Druck
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie monatliche Inflationsrate in Australien hat sich zuletzt verlangsamt, liegt aber weiterhin über dem Zielkorridor der Reserve Bank of Australia (RBA) von zwei bis drei Prozent. Darauf verweist Volkmar Baur von der Commerzbank. Angesichts deutlich steigender Öl- und Benzinpreise sowie Risiken für die Landwirtschaft durch teurere Düngemittel dürfte sich der Inflationsdruck jedoch wieder verstärken. Sollte der Konflikt anhalten, erscheine eine weitere Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung am 5. Mai wahrscheinlicher.
Öl- und Lebensmittelrisiken gefährden Inflationspfad
"Saisonbereinigt stiegen die Preise in Australien im vergangenen Monat nur um 0,22 Prozent gegenüber dem Vormonat, womit die annualisierte Rate unter dem oberen Ende des Zielkorridors der Reserve Bank of Australia liegt."
"Die Jahresrate sank damit auf 3,7 Prozent, liegt jedoch weiterhin über dem Zielbereich der Zentralbank (2–3 Prozent). Insbesondere stark steigende Wohnkosten belasten nun die Inflation, nachdem Subventionen endgültig ausgelaufen sind – während sich bereits der nächste Preisschock abzeichnet."
"Derzeit liegen die Benzinpreise in Australien rund 22 Prozent über dem Niveau des Vormonats, was – bei einem Gewicht von 3,5 Prozent im Warenkorb des Verbraucherpreisindex – allein im kommenden Monat zu einem Anstieg des CPI um 0,7 Prozentpunkte führen wird."
"Und das sind nur die direkten Effekte. Die australische Landwirtschaft ist stark von Düngemittelimporten abhängig, deren globale Verfügbarkeit derzeit ebenfalls unter dem Iran-Konflikt leidet. Es gibt bereits Berichte, wonach ein Mangel an Düngemitteln dazu führen wird, dass weniger Weizen angebaut wird, was später voraussichtlich zu höheren Lebensmittelpreisen führen dürfte."
"Die Lage bleibt damit schwierig für die Reserve Bank of Australia. Viel wird bei der nächsten Sitzung am 5. Mai davon abhängen, ob der Konflikt weiterhin andauert. Sollte dies der Fall sein, ist eine weitere Anhebung des Leitzinses wahrscheinlicher als nicht."
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