Indonesische Rupiah fällt wegen Danantara-Anleihen
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/IDR steigt, da die Rupiah nach der Gewährung rechtlicher Immunität für Anleihekäufe des staatlichen Fonds Danantara in Indonesien fällt.
- Märkte warten auf die Inflationsdaten Indonesiens für Juni, nachdem die Zahlen für Mai 3,08 % erreichten und sich der Obergrenze des Ziels der Bank Indonesia näherten.
- Der US-Dollar gewinnt angesichts der Erwartungen an anhaltend höhere Zinssätze.
USD/IDR gewinnt zum zweiten Tag in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 17.940. Das Währungspaar stieg, da die Indonesische Rupiah (IDR) aufgrund von Bedenken hinsichtlich Governance und Transparenz schwächer wurde. Das Vertrauen der Investoren wurde erschüttert, nachdem die Regierung eine umstrittene gesetzliche Bestimmung eingeführt hatte, die eine pauschale rechtliche Immunität für den Kauf von Anleihen des staatlichen Investmentfonds Danantara gewährt.
Die Händler warten auf wichtige Wirtschaftsdaten Indonesiens, die am Mittwoch veröffentlicht werden, darunter den Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe, die Handelsbilanz und die Inflation. Die Inflationsdaten für Juni werden mit Spannung erwartet, nachdem die Gesamtinflation im Mai 3,08 % erreichte und sich damit der Zielobergrenze der Bank Indonesia (BI) von 1,5 % bis 3,5 % aufgrund steigender Lebensmittel- und Energiekosten näherte.
Das Paar USD/IDR hält die Gewinne, da der US-Dollar (USD) angesichts der zunehmenden hawkishen Stimmung rund um die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) steigt. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Händler nun eine fast 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed bis September ein.
Die Händler blicken gespannt auf die wichtigsten US-Arbeitsmarktdaten dieser Woche, insbesondere auf die Nonfarm Payrolls (NFP) am Donnerstag, um eindeutige Hinweise auf die nächsten Schritte der Zentralbank zu erhalten. Die Prognosen gehen derzeit davon aus, dass das Beschäftigungswachstum im Juni bei 114.000 liegen wird, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 % bleibt.
Der Greenback stärkt sich gegenüber der Indonesischen Rupiah aufgrund der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen, was auf anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten zurückgeführt werden könnte, obwohl die diplomatischen Signale stark widersprüchlich bleiben.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die beiden Nationen am Dienstag in Doha, Katar, neue Friedensgespräche führen würden, nachdem es am Wochenende zu regionalen Feindseligkeiten gekommen war. Teheran widersprach dieser Behauptung jedoch scharf und erklärte, dass keine Verhandlungstreffen mit Washington auf irgendeiner Ebene geplant seien und betonte, dass der Iran sich darauf konzentriere, das bestehende Memorandum of Understanding umzusetzen, anstatt in abschließende Vereinbarungsverhandlungen einzutreten.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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