Ifo-Index vor neuem Rückschlag: Iran-Krieg belastet deutsche Wirtschaft
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Commerzbank-Volkswirte Christoph Balz und Ralph Solveen rechnen damit, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex im August von 86,6 auf 86,0 Punkte fällt. Sorgen über den Krieg im Iran und erneut gestiegene Energiepreise dürften vor allem die Erwartungen belasten. Die Stimmung bleibe fragil, auch wenn die tatsächliche Wirtschaftsaktivität bislang nur begrenzt betroffen sei. Zusätzlich könnten Lieferkettenprobleme infolge niedriger Flusspegel für Belastungen sorgen, während sich die „harten“ Konjunkturdaten weiterhin vergleichsweise robust zeigen.
Ifo-Erwartungen trüben sich ein, aktuelle Lage bleibt stabil
„Der Ifo-Geschäftsklimaindex dürfte im August erneut gefallen sein. Die noch vor einem Monat von einigen gehegte Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges im Iran hat sich zerschlagen, zugleich sind die Energiepreise wieder deutlich gestiegen. Kurzfristig ist allerdings die wichtigere Frage, ob sich diese Belastungen auch in der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage widerspiegeln.“
„In der kommenden Woche wird der Ifo-Geschäftsklimaindex erneut ein Stimmungsbild der deutschen Unternehmen liefern. Wir rechnen mit einer leichten Eintrübung und erwarten, dass der Index von 86,6 Punkten im Juli auf 86,0 Punkte im August fällt. Viele Unternehmen dürften bei der Beantwortung der Juli-Umfrage noch unter dem Eindruck der zwischenzeitlichen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran und des damit verbundenen kräftigen Rückgangs der Energiepreise gestanden haben.“
„Inzwischen dürften jedoch viele Unternehmen wieder skeptischer in die Zukunft blicken. Alles andere als ein Rückgang der Geschäftserwartungen wäre daher eine positive Überraschung. Auch Lieferkettenprobleme infolge niedriger Flusspegel könnten dazu beitragen.“
„Interessanter als die Erwartungen ist aus unserer Sicht die Frage, wie die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage einschätzen. Die entsprechende Teilkomponente des Geschäftsklimas hat sich seit Beginn des Krieges im Iran unter dem Strich kaum verändert – ebenso wie bereits vor einem Jahr. Das deutet darauf hin, dass die höheren Energiepreise den laufenden Geschäftsbetrieb der Unternehmen bislang nur begrenzt beeinträchtigt haben. Wir gehen davon aus, dass sich daran auch im August nichts Wesentliches geändert hat. Die Unsicherheit ist hier allerdings deutlich größer als bei den Erwartungen.“
Die Informationen auf diesen Seiten enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die Risiken und Ungewissheiten in sich bergen. Die auf dieser Seite beschriebenen Märkte und Instrumente dienen nur zu Informationszwecken und sollen keinesfalls als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Vermögenswerte verstanden werden. Sie sollten Ihre eigenen gründlichen Recherchen anstellen, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. FXStreet garantiert in keiner Weise, dass diese Informationen frei von Fehlern, Irrtümern oder wesentlichen Falschaussagen sind. FXStreet garantiert auch nicht, dass diese Informationen zeitnah zur Verfügung stehen. Investitionen in offene Märkte sind mit einem großen Risiko verbunden, einschließlich des Verlusts Ihrer gesamten Investition oder eines Teils davon, sowie mit psychischen Belastungen. Alle Risiken, Verluste und Kosten, die mit einer Investition verbunden sind, einschließlich des vollständigen Verlusts des Kapitals, liegen in Ihrer Verantwortung. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die offizielle Linie oder Position von FXStreet oder seinen Werbekunden wider.