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Hitze, Nahost, Teuerung: Malaysias Notenbank gerät unter Druck

Die UOB-Volkswirte Julia Goh und Loke Siew Ting weisen darauf hin, dass die Inflation in Malaysia im Mai auf Jahressicht auf 2,0 Prozent gestiegen ist und damit den höchsten Stand seit Juli 2024 erreicht hat. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem von den Bereichen Lebensmittel, Wohnen, Versorgungsleistungen und Verkehr. Die Inflation von 1,7 Prozent in den ersten fünf Monaten des Jahres stütze die Prognose der Experten für eine Jahresrate von 2,0 Prozent. Als Risiken nennen sie angebotsseitige Belastungen durch den Nahostkonflikt und das Wetterphänomen El Niño. Gleichzeitig erwarten sie, dass die malaysische Zentralbank den Leitzins bis 2026 bei 2,75 Prozent belassen wird.

Inflationsrisiken, aber unveränderte Geldpolitik

„Die Inflation von 1,7 Prozent im Zeitraum Januar bis Mai 2026 stützt unsere Prognose einer Jahresinflation von 2,0 Prozent (Schätzung der BNM: 1,5 bis 2,5 Prozent; 2025: 1,4 Prozent). Zwar könnte die vorläufige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran dazu beitragen, die Spannungen im Nahen Osten zu entschärfen, doch dürfte der Kostendruck kurzfristig erhöht bleiben.“

„Darüber hinaus dürfte das Einsetzen des El-Niño-Phänomens von Juni 2026 bis Mitte 2027 die Preise für Agrargüter steigen lassen und damit Aufwärtsrisiken für die Inflation schaffen. Dies gilt trotz fortgesetzter Kraftstoffsubventionen, die an die Bedingung geknüpft sind, dass der Ölpreis unter 200 US-Dollar je Barrel bleibt.“

„Da sich die Kerninflation weiter abschwächt und damit auf eine nachlassende Binnennachfrage hindeutet, während die Gesamtinflation dank fortbestehender Subventionen und niedrigerer globaler Energiepreise bei einer Entspannung der Risiken für die Ölversorgung beherrschbar bleibt, dürfte die Bank Negara Malaysia ihren geldpolitischen Kurs zunächst unverändert lassen. Gleichzeitig wird sie die Entwicklung der externen Risiken aufmerksam verfolgen und ihre Politik bei Bedarf anpassen.“

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der bestehende Preisdruck weiterhin überwiegend von angebotsseitigen Faktoren ausgeht, während die anhaltende Abschwächung der Kerninflation auf eine nachlassende Inlandsnachfrage hindeutet.“

„Daher halten wir an unserer Einschätzung fest, dass der Overnight Policy Rate im laufenden Jahr unverändert bei 2,75 Prozent bleiben wird.“

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