Gold erholt sich trotz Spannungen im Nahen Osten auf fast 4.350 $
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- Der Goldpreis erholt sich im frühen asiatischen Handel am Montag auf rund 4.345 USD.
- Iranische Beamte erklärten, dass weitere Angriffe folgen würden, falls Israel seine Offensive im Libanon fortsetzt.
- Die US-Wirtschaft verzeichnete im Mai den dritten Monat in Folge starke Beschäftigungszuwächse.
Der Goldpreis (XAU/USD) gewinnt im frühen asiatischen Handel am Montag etwas verlorenen Boden zurück und notiert bei rund 4.345 USD. Das Potenzial für weitere Kursgewinne des Edelmetalls könnte jedoch angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der Erwartung, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze unverändert lässt, begrenzt sein.
Reuters berichtete am Sonntag, dass das israelische Militär zum ersten Mal seit Anfang April Wellen von Raketen abgefangen habe, die aus dem Iran abgefeuert wurden. Iranische Beamte erklärten, dass jeder Angriff Israels gegen den Libanon oder den Iran mit einer "vernichtenden und umfassenden Antwort" beantwortet werde.
US-Präsident Donald Trump sagte, er werde den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu anrufen und ihn bitten, nicht zu reagieren. Trump erklärte weiter, dass Netanyahu keine andere Wahl habe, als einem Deal mit dem Iran zuzustimmen, und fügte hinzu, dass die Angriffe des Iran seinen Wunsch, die US-Iran-Verhandlungen abzuschließen, nicht verändert hätten.
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten schüren weiterhin Sorgen über die Inflation und die Erwartung erhöhter Zinssätze, was den Goldpreis als zinsloses Anlagegut belastet.
Am Freitag veröffentlichte Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigten, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) in den Vereinigten Staaten im Mai um 172.000 stiegen, gegenüber einem Anstieg von 179.000 (revidiert von 115.000). Diese Zahl lag deutlich über der Markterwartung von 85.000.
Unterdessen blieb die Arbeitslosenquote im Mai mit 4,3 % unverändert und entsprach damit dem Marktkonsens. Der positive US-Arbeitsmarktbericht zwang die Händler dazu, Zinssenkungen in der nahen Zukunft vollständig auszuschließen, was das gelbe Metall belastet.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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