GBP/JPY fällt unter 211 – Geopolitik und Notenbankkurs belasten
| |Übersetzung überprüftZum Original- GBP/JPY zieht am Dienstag einige Verkäufer an und wird von einer Kombination von Faktoren unter Druck gesetzt.
- Die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich und die Erwartungen an eine Lockerung der BoE wirken als Gegenwind für das GBP.
- Steigende geopolitische Spannungen kommen dem sicheren Hafen des JPY zugute und belasten das Währungspaar.
Das Währungspaar GBP/JPY trifft während der asiatischen Sitzung am Dienstag auf ein gewisses Angebot in der Nähe des Bereichs von 211,35 und stoppt die leichte Erholung des Vortages von der Marke von 209,00, die ein Vier-Tages-Tief darstellt. Die Kassakurse rutschen in der letzten Stunde wieder unter die Marke von 211,00, obwohl der intraday Rückgang an bärischer Überzeugung fehlt.
Das britische Pfund (GBP) setzt seine relative Underperformance aufgrund der politischen Unsicherheit im Inland fort, insbesondere nach dem historischen Sieg der Grünen Partei bei der Nachwahl in Gorton und Denton. Das Ergebnis wurde als schwerer Schlag für die angeschlagene Autorität des britischen Premierministers Keir Starmer angesehen und wirft weitere Fragen zu seiner Führung der Partei auf. Dies, zusammen mit den Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik der Bank of England (BoE), untergräbt das GBP und wirkt als Gegenwind für das Währungspaar GBP/JPY.
Tatsächlich sagte BoE-Gouverneur Andrew Bailey während seiner Aussage vor dem Finanzausschuss des Parlaments in der vergangenen Woche, dass es Spielraum für Zinssenkungen gebe, da erwartet wird, dass die Inflation wieder das Ziel von 2% erreicht. Im Gegensatz dazu sagte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda am Donnerstag, dass die grundlegende Haltung darin besteht, die Zinsen weiter zu erhöhen, wenn die Wahrscheinlichkeit unserer wirtschaftlichen und preislichen Prognosen eintritt. Abgesehen davon kommen die steigenden geopolitischen Spannungen dem sicheren Hafen des japanischen Yen (JPY) zugute und üben Druck auf das Währungspaar GBP/JPY aus.
In der Zwischenzeit zeigten die am Freitag veröffentlichten Daten, dass die Kernverbraucherinflation in Tokio – der Hauptstadt Japans – zum ersten Mal seit 2024 unter das Ziel von 2% der Bank of Japan (BoJ) fiel. Hinzu kommt, dass Berichte besagen, dass Japans Premierministerin Sanae Takaichi während ihres Treffens mit dem Gouverneur Bedenken hinsichtlich einer zusätzlichen geldpolitischen Straffung geäußert hat, was die Hoffnungen auf eine sofortige Zinserhöhung durch die BoJ dämpft. Dies könnte als Gegenwind für den JPY wirken und dem Währungspaar GBP/JPY etwas Unterstützung bieten.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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