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Experten sind sich einig: Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind noch lange nicht vorbei, da die Risiken in der Straße von Hormus zurückkehren

  • Der Ölpreis fällt auf nahe 88,65 USD, ist insgesamt aber freundlich.
  • Marktexperten bezweifeln, dass die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nicht wieder aufflammen werden.
  • Die Spannungen im Nahen Osten flammten diese Woche erneut auf, nachdem die USA iranische Ziele angegriffen hatten, weil diese Minen in der Nähe von Hormus ausgebracht hatten.

West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, fällt im europäischen Handel am Freitag auf nahe 88,65 USD, während es sich schwer tut, über die 90-USD-Marke zu steigen.

Der Ölpreis steht unter leichtem Verkaufsdruck, da die Befürchtungen einer weiteren Eskalation der militärischen Aggression zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran zunehmen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, erneute Angriffe zwischen beiden Nationen würden nicht "zu lange" andauern. Trump schloss jedoch die Möglichkeit einer weiteren Militärkampagne gegen den Iran nicht aus.

Der Austausch von Angriffen zwischen beiden Nationen begann am vergangenen Wochenende nach Wochen relativer Ruhe, nachdem das US Central Command (CENTCOM) iranische Raketenwerfer angegriffen hatte, die Minen in die Straße von Hormus schicken sollten.

Marktexperten bezweifeln, dass sich die erneuten Spannungen zwischen den USA und dem Iran so bald normalisieren werden. Analysten der Deutschen Bank heben hervor, dass die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran erneute Sorgen über regionale Angebotsrisiken geschürt hat, und weisen darauf hin, dass "die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran neue Skepsis ausgelöst hat, dass sich die Energieflüsse durch die Straße von Hormus so bald normalisieren werden.

Strategen der Commerzbank sagten ebenfalls, die Lage zwischen den USA und dem Iran sei weiterhin "hochgradig dynamisch, mit bislang wenig Anzeichen für eine dauerhafte Deeskalation".

Unterdessen argumentierten Analysten von TD Securities, dass die erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran weiterhin die "Verletzlichkeit jeder nicht konkreten Vereinbarung oder kurzfristigen Deeskalation" verdeutlichen, wobei die Bank betonte, dass "der Iran nicht davon abrückt, die Straße zu kontrollieren, was letztlich die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation hoch hält, da die USA Schiffsdurchfahrten über die omanische Route erleichtern."

 

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.


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