Eurozone überrascht: Industrie so stark wie seit vier Jahren nicht
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich auf moderatem Niveau stabilisiert. Wie Commerzbank-Ökonom Dr. Vincent Stamer feststellt, stieg der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex (PMI) im August leicht von 52,0 auf 52,1 Punkte und lag damit etwas über den Erwartungen. Besonders die Industrie zeigt sich robust: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erreichte den höchsten Stand seit vier Jahren, gestützt unter anderem durch öffentliche Investitionen in Deutschland. Der Dienstleistungssektor kommt dagegen kaum vom Fleck. In Frankreich und Deutschland liegt der entsprechende Index unter der Marke von 50 Punkten.
Industrie schlägt Dienstleistungen bei den Einkaufsmanagerindizes
„Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich auf moderatem Niveau stabilisiert. Nach der kräftigen Erholung der vergangenen Monate stieg der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex im August geringfügig von 52,0 auf 52,1 Punkte. Der Konsens hatte mit einem etwas niedrigeren Wert gerechnet.“
„Offenbar belasten die Unsicherheit infolge des Konflikts am Persischen Golf und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise die Unternehmen in der Eurozone derzeit deutlich weniger als noch im Frühjahr.“
„Insgesamt bewegt sich der PMI damit weiterhin in einem Bereich, in dem die Wirtschaft in der Vergangenheit ein moderates Wachstum verzeichnet hat (Grafik 1). In den beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone gab der zusammengesetzte Stimmungsindikator jeweils leicht nach – in Frankreich von 49,4 auf 48,8 Punkte und in Deutschland von 51,3 auf 51,0 Punkte.“
„Während sich der Gesamtindex seitwärts bewegt, ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe weiter gestiegen (Grafik 2). Mit 52,8 Punkten erreichte der Teilindex den höchsten Stand seit vier Jahren. Dazu dürften auch die öffentlichen Investitionen in Deutschland beigetragen haben: Hier stieg der Industrieindikator ebenfalls auf ein Mehrjahreshoch von 54,1 Punkten.“
„Der Dienstleistungssektor stagnierte dagegen im August. Dass der Teilindex für die Dienstleister nicht zurückging, dürfte an den bislang noch nicht veröffentlichten Zahlen aus Spanien und Italien liegen. In Frankreich und Deutschland fiel die Stimmung unter den Dienstleistern erneut deutlich unter die Marke von 50 Punkten.“
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