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Euro hält Gewinne gegenüber dem Britischen Pfund, da die Arbeitslosigkeit in Großbritannien enttäuscht

  • EUR/GBP handelt in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag mit leichten Gewinnen um 0,8550. 
  • Die britische Arbeitslosenquote verharrte bei 4,9%, schlechter als erwartet. 
  • Die Unterstützung des Euro wird durch die Widerstandsfähigkeit der Eurozone gestützt. 

Das Währungspaar EUR/GBP verzeichnet in den frühen europäischen Handelsstunden am Dienstag moderate Gewinne in der Nähe von 0,8550. Das britische Pfund (GBP) zieht nach den britischen Arbeitsmarktdaten gegenüber dem Euro (EUR) einige Verkäufer an. Händler richten sich später am Dienstag auf die ZEW-Umfrage aus Deutschland und der Eurozone ein. Am Mittwoch wird sich die Aufmerksamkeit auf den britischen Inflationsbericht verlagern. 

Die vom Office for National Statistics (ONS) am Dienstag veröffentlichten Daten zeigten, dass die britische Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis Juni bei 4,9% stabil blieb. Der Wert lag über dem Marktkonsens von 4,8%. 

Unterdessen sank die Zahl der Antragsteller auf Arbeitslosenhilfe im Juli um 11K, verglichen mit einem revidierten Rückgang von 6,4K zuvor und den Markterwartungen eines Anstiegs um 11,2K. Die Daten zur Veränderung der Beschäftigung beliefen sich im Juni auf 83K, verglichen mit 147K im Mai.

Das britische Pfund gibt in einer unmittelbaren Reaktion auf die britischen Arbeitsmarktdaten leicht nach. An den Finanzmärkten wurde laut Reuters am Montag bis Ende 2026 eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) eingepreist. 

Was den Euro betrifft, so sind Analysten von Scotiabank der Ansicht, dass der jüngste "festere Trend im EUR die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Eurozone trotz Gegenwind durch Energie widerspiegelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte auf ihrer geldpolitischen Sitzung im September die Zinsen um 25 Basispunkte anheben. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte im vergangenen Monat, dass erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Ölpreise ein Aufwärtsrisiko für den Inflationsausblick der Eurozone darstellen.

Technische Analyse: EUR/GBP bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt

Im Tages-Chart weist EUR/GBP kurzfristig einen leicht bärischen Ton auf, da das Paar unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Bollinger-Band der 20 Tage bleibt. Der Kurs notiert zudem unter dem oberen Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (14) um 48,5 ein neutrales Momentum signalisiert und darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, jedoch nicht mit starker Überzeugung für einen scharfen Ausverkauf.

Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim unteren Bollinger-Band bei 0,8530, wo Verkäufer bei einer Fortsetzung des Rückgangs Gewinne mitnehmen könnten. Auf der Oberseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand beim 20-Tage-Bollinger-SMA um 0,8555, gefolgt vom oberen Bollinger-Band nahe 0,8582, mit einer wichtigeren Begrenzung beim 100-Tage-SMA bei 0,8620; nur ein nachhaltiger Ausbruch über diese Reihe von Widerständen würde den aktuellen bärischen Bias abschwächen.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

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