EUR/USD nahe Wochentief – 23,6-Prozent-Fibonacci im Fokus
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/USD bleibt durch die weniger hawkischen FOMC-Protokolle bedingte USD-Schwäche unterstützt.
- Das Ausbleiben von Anschlusskäufen über das 23,6%-Fibo.-Niveau hinaus erfordert Vorsicht bei den Bullen.
- Das bärische Flaggenmuster untermauert die Annahme, dass Verkäufer auf höheren Niveaus auftreten.
Das EUR/USD-Paar zieht am dritten Tag in Folge einige Käufer an und erreicht während der asiatischen Sitzung am Freitag ein neues Wochenhoch in der Nähe des Bereichs von 1,1460. Der US-Dollar (USD) setzt die durch die weniger hawkischen FOMC-Protokolle inspirierte Abwärtsbewegung fort und erweist sich als wichtiger Faktor, der dem Währungspaar Rückenwind verleiht. Anhaltende geopolitische Unsicherheiten begrenzen jedoch weitere USD-Verluste und deckeln die Spotpreise.
Aus technischer Sicht hat das EUR/USD-Paar bisher Schwierigkeiten, eine Akzeptanz über dem 23,6% Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von April bis Juni zu finden oder seine Stärke auszubauen. Zudem erfolgte die Erholung vom Jahrestief entlang eines aufwärts geneigten Kanals, der nun offenbar die Ausbildung eines bärischen Flaggenmusters darstellt, wodurch die jüngsten Gewinne innerhalb der breiteren Korrekturstruktur begrenzt bleiben.
Die Momentum-Indikatoren bleiben jedoch konstruktiv. Tatsächlich pendelt der Relative Strength Index knapp unter 60, während die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie über null liegt und ein moderat positives Histogramm zeigt. Dies deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck begrenzt ist, während das EUR/USD-Paar durch die Trendkanal-Unterstützung, die derzeit nahe der Marke von 1,1400 liegt, gestützt wird und diese als entscheidender Punkt fungieren sollte.
Ein überzeugender Durchbruch unter diese Marke würde tiefere strukturelle Unterstützungen im Bereich von 1,1327–1,1323 freilegen. Auf der Oberseite wird unmittelbarer Widerstand beim 200-Perioden-EMA bei 1,1491 erwartet, gefolgt vom oberen Kanal bei 1,1494. Eine anhaltende Stärke und Akzeptanz über dieser Zone würde den Weg zum 38,2%-Retracement bei 1,1524 und zum 50,0%-Niveau um 1,1586 öffnen, falls das bullishe Momentum weiter anhält.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
EUR/USD 4-Stunden-Chart
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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