EUR/JPY fällt unter 182,00 - Interventionssorgen belasten den Yen-Kurs
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/JPY fällt in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch auf nahe 181,70.
- Das Währungspaar behält einen negativen Ton bei, mit bärischem RSI-Momentum.
- Die erste Aufwärtsbarriere liegt bei 184,90, die erste zu beobachtende Unterstützung bei 181,15.
Das Währungspaar EUR/JPY notiert am Mittwoch in den frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 181,70. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem Euro (EUR) zu, da Händler nach der koordinierten Intervention zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Japan weiterhin auf weitere Eingriffe der japanischen Behörden achten.
Händler werden die Entwicklungen rund um die Gespräche zwischen den USA und dem Iran genau beobachten. Axios berichtete, dass die USA, der Iran und Oman kurz vor einer Zwischenvereinbarung stehen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, wobei Washington eine Ankündigung am Mittwoch anstrebt.
Die Quelle fügte hinzu, dass die zur Diskussion stehende Vereinbarung eine 60-tägige vorübergehende Regelung zwischen Oman und dem Iran in der kritischen Wasserstraße vorsieht. Neue Zuversicht im Nahen Osten könnte die Risikostimmung verbessern und risikoreicheren Anlagen wie dem EUR gegenüber dem JPY etwas Unterstützung bieten.
Yen-Ausblick hängt eher von Wachstum als von schnelleren BoJ-Zinserhöhungen ab
Societe Generale argumentiert, dass der geldpolitische Zinspfad allein kaum eine nachhaltige Erholung des Yen bewirken dürfte. Die Analysten betonen, dass "mehr oder schnellere BoJ-Zinserhöhungen das Problem ebenfalls nicht lösen werden, es sei denn, die Wachstumsaussichten in Japan lassen sie realistisch erscheinen", und unterstreichen damit ihre Ansicht, dass eine glaubwürdige Verbesserung der japanischen Wachstumsaussichten eine Voraussetzung für jede nennenswerte geldpolitische Straffung zur Stützung der Währung ist.
Technische Analyse: Negativer Ausblick für EUR/JPY bleibt intakt
Im Tageschart behält EUR/JPY kurzfristig einen bärischen Ton bei, da der Spot unter dem 20-Tage-Simple Moving Average (SMA) der Bollinger Bands und dem 100-Tage-SMA bleibt, die nun oberhalb als enges Widerstandscluster fungieren. Der Kurs bewegt sich in Richtung der unteren Bollinger Band, während der Relative Strength Index (14) bei 34,77 nahe dem überverkauften Bereich bleibt, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, sich aber einer Ermüdungszone nähern könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der Bollinger-Mittellinie/dem 20-Tage-SMA nahe 184,90, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 185,10. Ein entscheidender täglicher Schlusskurs über diesem Niveau wäre nötig, um den aktuellen Abwärtsdruck zu mildern, wobei die obere Bollinger Band bei 188,65 als weiter entfernte Barriere fungiert.
Auf der Unterseite bietet die untere Bollinger Band um 181,15 die erste nennenswerte Unterstützung, und ein klarer Bruch darunter würde das Tief vom 12. Februar bei 180,81 freilegen, auf dem Weg zur psychologisch wichtigen 180,00-Marke.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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