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EUR/JPY fällt Richtung 184,50 - 100-Tage-Linie bleibt entscheidend

  • EUR/JPY fällt am Mittwoch in der frühen asiatischen Sitzung auf nahe 184,60. 
  • Das Währungspaar behält einen leicht bärischen Ton bei; eine weitere Konsolidierung kann bei neutralem RSI-Momentum nicht ausgeschlossen werden. 
  • Das erste Aufwärtsziel liegt bei 185,10; die anfängliche Unterstützung befindet sich bei 184,10. 

Das Währungspaar EUR/JPY notiert am Mittwoch in den frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 184,60. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem Euro (EUR) angesichts hawkischer Signale der Bank of Japan (BoJ) zu. Der Bericht über die nationale japanische Verbraucherpreisinflation (CPI) wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen. 

Die zunehmenden Spekulationen, dass die Bank of Japan in den kommenden Monaten die Zinsen anheben könnte, geben dem JPY etwas Unterstützung. Reuters berichtete am Freitag, dass die japanische Zentralbank bereits im September eine Zinserhöhung erwägt. Overnight-Index-Swaps preisen eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 % für einen solchen Schritt bis zu diesem Monat ein.

Andererseits könnten zunehmende fiskalische Sorgen in Japan den JPY unter Verkaufsdruck setzen. Der Vorschlag von Premierministerin Sanae Takaichi, die Verbrauchssteuer auf Lebensmittel für zwei Jahre auf 1 % zu senken, hat Marktbedenken ausgelöst, da die Regierung bislang keine alternative Einnahmequelle identifiziert hat und die Maßnahme als ineffektiver Weg zur Bekämpfung der Inflation angesehen wird.

Politischer Druck in Japan stärkt die Unterstützung für höhere Zinsen zur Stabilisierung des Yen

Strategen bei DBS heben eine bemerkenswerte Verschiebung im politischen Umfeld Japans hervor und stellen fest, dass Premierministerin Sanae Takaichi "die Anhebung der Zinsen zur Stabilisierung des JPY angesichts niedrigerer Zustimmungswerte und steigender Lebenshaltungskosten zunehmend unterstützt." Sie argumentieren, dass diese sich wandelnde politische Haltung das Argument für einen weniger akkommodierenden Policy-Mix verstärkt, da die Behörden höhere Zinsen zunehmend als Instrument darstellen, um den Yen zu stützen und wachsende innenpolitische Sorgen anzugehen.

Technische Analyse: EUR/JPY behält kurzfristig eine leicht bärische Tendenz bei

Im Tageschart behält EUR/JPY eine leicht bärische kurzfristige Tendenz bei, da es unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bleibt. Der Kurs bleibt innerhalb der Bollinger-Bänder gefangen, liegt über der Unterstützung des mittleren Bandes, aber deutlich unter dem Widerstand des oberen Bandes, was auf begrenztes Aufwärtspotenzial hindeutet, während der Relative Strength Index (14) bei 52,71 im neutralen Bereich bleibt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA nahe 185,10. Die nächste Aufwärtsbarriere befindet sich beim Hoch vom 17. Juni bei 186,32, auf dem Weg zum oberen Bollinger-Band um 187,65. 

Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung beim mittleren Bollinger-Band bei 184,10 gesehen, vor einer tieferen Pufferzone nahe dem Tief vom 10. August bei 182,70. Das nächste Konfliktniveau liegt beim unteren Band um 180,50, wo eine ausgeprägtere Korrekturphase auf Nachfrage stoßen könnte.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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