EUR/JPY gewinnt, da der Anstieg der Ölpreise und die Verzögerung der Zinserhöhung der BoJ auf den Yen drücken
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/JPY notiert am Montag bei etwa 183,20 und gewinnt 0,35%, da der japanische Yen schwächer wird.
- Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran erhöhen die geopolitische Unsicherheit.
- Erwartungen, dass die Bank of Japan Zinserhöhungen verzögern könnte, begrenzen das Aufwärtspotenzial des JPY.
EUR/JPY notiert am Montag bei etwa 183,20, was einem Anstieg von 0,35% im Tagesverlauf entspricht, während der japanische Yen (JPY) gegenüber dem Euro (EUR) schwächer wird. Das Währungspaar bleibt unterstützt, trotz der erhöhten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die normalerweise sichere Hafenwährungen wie den japanischen Yen begünstigen würden.
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten (US), Israel und dem Iran ist nun in seinen zehnten Tag eingetreten. Iran hat Mojtaba Khamenei, den zweiten Sohn des verstorbenen Ayatollah Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer des Landes ernannt, nachdem sein Vater in der ersten Welle der US-israelischen Angriffe getötet wurde. US-Präsident Donald Trump hat Irans „bedingungslose Kapitulation“ gefordert und angedeutet, dass Washington eine Rolle bei der Auswahl eines als akzeptabel erachteten Führers spielen möchte.
Die Eskalation der regionalen Spannungen erhöht die geopolitischen Risiken und könnte die Nachfrage nach sicheren Hafenanlagen wie dem japanischen Yen unterstützen. Der positive Einfluss auf die Währung bleibt jedoch vorerst begrenzt.
Die Unsicherheit über den Zinsweg der Bank of Japan (BoJ) belastet die japanische Währung. In der vergangenen Woche deutete BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda an, dass die Zentralbank die Zinssätze länger als zuvor erwartet unverändert lassen könnte, aufgrund der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkriegs und steigender Ölpreise. Während einige Analysten zuvor mit einer Zinserhöhung im März gerechnet hatten, erwarten viele Ökonomen nun, dass die Bank of Japan mindestens bis Juni oder Juli warten wird, bevor sie die Geldpolitik strafft, so Reuters.
In der Eurozone hat sich das Anlegervertrauen verschlechtert. Der Sentix-Anlegervertrauensindex fiel im März auf -3,1 von 4,2 im Februar, was auf wachsende Bedenken über die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die globalen Energiemärkte hinweist. Angriffe auf die Energieinfrastruktur und Störungen im Schiffsverkehr im Persischen Golf haben die Ölpreise in die Höhe getrieben und die wirtschaftliche Unsicherheit erhöht.
Aktuelle Wirtschaftsdaten aus Deutschland verdeutlichen ebenfalls den fragilen Zustand des Industriesektors. Die Industrieproduktion in Deutschland sank im Januar um 0,5% im Monatsvergleich, während die Aufträge in der Industrie um 11,1% einbrachen, nachdem sie im Vormonat um 6,4% gestiegen waren. Laut Commerzbank scheint die deutsche Industrie sich zu stabilisieren, zeigt jedoch noch keine klaren Anzeichen einer Erholung, was darauf hindeutet, dass der Sektor voraussichtlich keinen starken Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal leisten wird.
In der Zwischenzeit weisen Rabobank-Strategen darauf hin, dass der Euro in der aktuellen Umgebung anfällig bleibt. Die Gemeinschaftswährung hat keinen Status als sichere Hafenwährung und ist aufgrund der Position der Eurozone als Nettoenergieimporteur anfällig für Energieschocks. Trotz dieser Risiken preisen die Märkte derzeit zwei Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) über einen Zeitraum von einem Jahr ein, die durch Bedenken über die Inflation im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen getrieben werden.
In der Zukunft werden die Anleger auch den Fokus auf bevorstehende japanische Wirtschaftsdaten legen, insbesondere auf die revidierte Schätzung des BIP für das vierte Quartal, die für Dienstag zur Veröffentlichung ansteht.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.18% | 0.10% | 0.21% | -0.17% | -0.14% | -0.34% | 0.17% | |
| EUR | -0.18% | -0.09% | 0.04% | -0.36% | -0.32% | -0.53% | -0.02% | |
| GBP | -0.10% | 0.09% | 0.13% | -0.28% | -0.23% | -0.44% | 0.06% | |
| JPY | -0.21% | -0.04% | -0.13% | -0.38% | -0.36% | -0.56% | -0.05% | |
| CAD | 0.17% | 0.36% | 0.28% | 0.38% | 0.03% | -0.18% | 0.34% | |
| AUD | 0.14% | 0.32% | 0.23% | 0.36% | -0.03% | -0.21% | 0.31% | |
| NZD | 0.34% | 0.53% | 0.44% | 0.56% | 0.18% | 0.21% | 0.52% | |
| CHF | -0.17% | 0.02% | -0.06% | 0.05% | -0.34% | -0.31% | -0.52% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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