EUR/GBP erholt sich leicht nach schwachen britischen BIP-Daten
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/GBP reduziert die jüngsten Verluste um 0,8710 in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag.
- Das vorläufige BIP des Vereinigten Königreichs stieg im vierten Quartal 2025 um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal, schwächer als erwartet.
- Händler bereiten sich auf den Eurozone BIP-Bericht für das vierte Quartal vor, der später am Freitag fällig ist.
Das Währungspaar EUR/GBP reduziert in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag die jüngsten Verluste und notiert nahe 0,8710. Das britische Pfund (GBP) gibt gegenüber dem Euro (EUR) nach, nachdem die Wachstumszahlen für das Vereinigte Königreich veröffentlicht wurden. Der Fokus wird sich auf die vorläufige Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone für das vierte Quartal (Q4) richten, die später am Freitag veröffentlicht wird.
Die am Donnerstag veröffentlichten Daten des Office for National Statistics (ONS) zeigten, dass die britische Wirtschaft im vierten Quartal 2025 um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal wuchs, verglichen mit einem Anstieg von 0,1% im dritten Quartal. Diese Zahl fiel schwächer aus als die Schätzung eines Anstiegs um 0,2% im Berichtszeitraum.
In der Zwischenzeit wuchs das britische BIP im vierten Quartal um 1,0% im Jahresvergleich, gegenüber 1,2% zuvor (nach oben revidiert von 1,3%). Diese Lesung lag unter dem Marktkonsens von 1,2%. Das monatliche BIP des Vereinigten Königreichs betrug im Dezember 0,1%, nach einem Wachstum von 0,2% im November (nach oben revidiert von 0,3%), was den Erwartungen entsprach. Das GBP gibt in unmittelbarer Reaktion auf die enttäuschenden BIP-Daten des Vereinigten Königreichs leicht nach.
Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss letzte Woche, ihren Leitzins bei 2,0% für die fünfte Sitzung in Folge stabil zu halten, wie allgemein erwartet. Händler erhöhen ihre Wetten, dass die Politik das ganze Jahr über stabil bleibt, bevor möglicherweise im nächsten Jahr Zinserhöhungen erfolgen, was den EUR gegenüber dem GBP stärkt.
Die vorläufige Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone wird am Freitag genau beobachtet. Jegliche Anzeichen einer Schwächung der Eurozone-Wirtschaft könnten den EUR kurzfristig gegenüber dem GBP belasten.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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