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EUR/GBP schwächer nahe 0,87 – geopolitische Spannungen belasten

  • EUR/GBP driftet in der frühen europäischen Sitzung am Montag auf etwa 0,8700. 
  • Die erhöhte geopolitische Unsicherheit in der Ukraine belastet den Euro.
  • Die BoE hat signalisiert, dass die Geldpolitik auf einem allmählichen Abwärtspfad bleiben wird.

Das Währungspaar EUR/GBP verliert während der frühen europäischen Sitzung am Montag an Dynamik und nähert sich 0,8700. Das Paar bewegt sich nach unten, während die geopolitischen Spannungen in der Ukraine zunehmen und ein vorsichtiger Ton die geldpolitischen Aussichten der Bank of England (BoE) umgibt. Händler bereiten sich auf die vorläufige Lesung des Verbraucherpreisindex aus Deutschland vor, die am Dienstag veröffentlicht wird.

Das Verteidigungsministerium Russlands behauptete, dass die Ukraine Moskau bisher im Jahr 2026 täglich mit Drohnen angegriffen hat. Die Ukraine sagt, solche Angriffe zielen darauf ab, die militärische Logistik und die Energieinfrastruktur zu stören, die Kosten für Moskaus Kriegsanstrengungen zu erhöhen und auf wiederholte russische Raketen- und Drohnenangriffe im Krieg zu reagieren, den Russland vor fast vier Jahren begonnen hat. 

Die Eurozone war stark von russischen Öl- und Erdgasimporten abhängig, und die erhöhte geopolitische Unsicherheit zwischen Russland und der Ukraine könnte Verkaufsdruck auf den EUR gegenüber dem GBP ausüben. 

Die Bank of England (BoE) wird voraussichtlich einen allmählichen geldpolitischen Lockerungspfad im Jahr 2026 verfolgen, was das GBP stützen und einen Gegenwind für das Paar schaffen könnte. Die britische Zentralbank senkte die Zinssätze bei ihrer Sitzung im Dezember von 4,0% auf 3,75%, den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Die Geldmärkte erwarten, dass die BoE in der ersten Jahreshälfte mindestens eine Zinssenkung vornimmt und rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 50% für eine zweite Senkung vor Jahresende, so Reuters. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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