Dollar unter Druck: Kommt jetzt das Ende seiner Rolle als sicherer Hafen?
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDer US-Dollar hat in den vergangenen Tagen unter den wichtigsten Industrieländer-Währungen am schwächsten abgeschnitten. Darauf verweist Devisenstrategin Jane Foley von Rabobank. Der Dollar-Index (DXY) hat seit Ende Juli rund zwei Prozent verloren. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten und mit dem Iran, die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, dessen Forderungen nach Zinssenkungen sowie die Erwartungen an die US-Notenbank Fed. Nach Einschätzung der Analystin flammt damit erneut die Debatte über die Rolle des Dollars als sicherer Hafen und führende Reservewährung auf.
Dollar-Schwäche lässt Zweifel an der Funktion als sicherer Hafen wieder aufkommen
„Der US-Dollar ist auf Sicht von fünf Tagen die schwächste Währung der G10-Staaten. Der Dollar-Index DXY hat seit Ende Juli rund zwei Prozent verloren. Entsprechend wird bereits die Frage gestellt, ob die Dollar-Rally, die den gesamten Nahostkonflikt über zu beobachten war, nun beendet ist. Diese Diskussion erinnert an die deutlichen Verluste des Dollars im vergangenen Frühjahr sowie an die negative Stimmung, die die US-Währung bis zum Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar belastete.“
„Als im April 2025 nach den Zollankündigungen von US-Präsident Trump sowohl der US-Dollar als auch US-Staatsanleihen unter Druck gerieten, wurde das Vertrauen in den Dollar als sicheren Hafen erschüttert. Dadurch gewann auch die Diskussion über die Rolle des Dollars als wichtigste Reservewährung, seine Bedeutung im internationalen Zahlungsverkehr sowie das Tempo einer möglichen Entdollarisierung an Fahrt. Auch Trumps Forderungen nach Zinssenkungen und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Fed belasteten die Entwicklung des Dollars im vergangenen Jahr.“
„Seitdem hat der US-Dollar jedoch bewiesen, dass er weiterhin die wichtigste Fluchtwährung ist. Seit Mai erhielt er zusätzlich Unterstützung durch Spekulationen auf Zinserhöhungen der Fed. Dennoch hat der jüngste Rückgang die Sorge geweckt, dass die negative Stimmung des vergangenen Jahres zurückkehren könnte.“
„Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen durch Trumps Ankündigung vom Wochenende gedämpft worden sein dürfte. Der US-Präsident erklärte, weitere Angriffe auf den Iran auszusetzen, um einer diplomatischen Lösung eine Chance zu geben.“
„Auch wenn der Markt die langfristigen Perspektiven des Dollars und seine Rolle als wichtigste Reservewährung der Welt weiter diskutieren wird, dürfte der kurzfristige Ausblick weiterhin von vergleichsweise robusten Konjunkturdaten aus den USA gestützt werden.“
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